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Bioland: Mehr Klimaschutz durch mehr Ökolandbau

30.11.2009
Vor Beginn der Weltklimakonferenz, die vom 7. bis zum 18. Dezember in Kopenhagen stattfindet, hat die Bundesdelegiertenversammlung des Bioland e.V. eine Resolution verabschiedet. Darin fordert Bioland die Bundesregierung auf, die Potentiale des Ökolandbaus als Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bei der Ausgestaltung ihrer Politikmaßnahmen aufzugreifen und verstärkt zu nutzen. Im Namen der 200 Biolanddelegierten betonte der Bioland-Präsident Thomas Dosch: "Der Biolandbau stellt sich den Herausforderungen beim Klimaschutz und bietet sich als wichtiger Problemlöser an." Wissenschaftliche Studien belegten, dass der ökologische Landbau das emissionsärmere Produktionsverfahren darstelle. Die Landwirtschaft verantworte in der Industrienation Deutschland immerhin 16 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen, so Dosch.
Die Vorzüglichkeit des Biolandbaus begründet sich nach Ansicht der Bioland-Bundesdelegierten vor allem durch den Humusaufbau und damit der Kohlenstoffrückbindung auf ökologisch bewirtschafteten Flächen sowie die niedrigen Stickstoff- und Energieinputs durch Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel und den Anbau von Leguminosen. Außerdem sind der eingeschränkte Zukauf von Futtermitteln, die längere Lebensleistung in der Tierhaltung und emissionsärmere Festmistsysteme für weniger Emissionen im Ökolandbau verantwortlich. Die Delegierten erklärten, der Ökolandbau könne eine zentrale Rolle als Problemlöser einnehmen, da er die Produktivität mit dem Schutz natürlicher Ressourcen bislang am besten vereine.
Die Resolution der Bioland-Bundesdelegiertenversammlung sowie ein von Bioland herausgegebenes Hintergrundpapier "Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland" sind unter www.bioland.de verfügbar.
Quelle: Pressemitteilung von Bioland
