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BNN: Bio-Fachhandel punktet mit sicherem Obst und Gemüse

Logo Bundesverband Naturkost Naturwaren

08.12.2006

Im November 2006 hat die EU-Kommission ihren jährlichen Pestizidreport im Internet veröffentlicht: Monitoring of Pesticide Residues in Products of Plant Origin in the European Union, Norway Iceland and Liechtenstein 2004. Das Ergebnis ist erneut ein Armutszeugnis für den Verbraucherschutz: In Deutschland verkauftes Obst und Gemüse ist zu 61 Prozent mit Pestiziden belastet. Bei acht Prozent der Früchte liegen die Rückstandswerte sogar über der gesetzlich erlaubten Höchstmenge.

Bio-Obst und Bio-Gemüse im Naturkosthandel sind dagegen in der Regel frei von Rückständen. Die Produkte, die im Monitoring des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) im Vergleichsjahr 2004 getestet worden sind, enthielten in 87 Prozent der Fälle überhaupt keine Pestizide. 2006 war der Anteil rückstandsfreier Bio-Proben mit 89 Prozent sogar noch höher – und es gab keine einzige Überschreitung der gesetzlichen
Höchstmengen.

Besonders Mehrfachbelastungen sind nach wie vor ein ernstes Problem im konventionellen Handel: Laut EU-Pestizidreport war mehr als ein Drittel der Proben mit drei und mehr Pflanzenschutzmitteln belastet. Fast jede zehnte Probe enthielt sogar mehr als fünf verschiedene Pestizide. Das ist eine beunruhigende Bilanz, denn Forschungsergebnisse weisen auf gesundheitsschädliche Wechselwirkungen verschiedener Chemikalien
im menschlichen Körper hin.

Mehrfachbelastungen sind bei Bio hingegen kaum ein Thema. Der BNN Herstellung und Handel hat außerdem im Frühjahr 2006 eine verbesserte Regelung zu Mehrfachrückständen verabschiedet, die noch wirksamer verhindert, dass mehrfach belastete Produkte in die Bio-Fachgeschäfte gelangen können.

Wenn bei Bio-Obst oder Bio-Gemüse Verunreinigungen gefunden werden, sind diese deutlich geringer als bei konventionellen Produkten. Regelmäßig sind 95 Prozent der Proben nach den Maßstäben des BNN Herstellung und Handel - die strenger sind als geltendes Recht - nicht zu beanstanden. Und auch dieser hervorragende Wert für Obst und Gemüse im Naturkosthandel zeigt noch nicht, wie gut Bio wirklich ist: Denn die Ergebnisse des BNN-Monitorings bilden keinen repräsentativen Querschnitt des Angebots ab, sondern die Proben werden risikoorientiert gezogen – beprobt wird also dort, wo Probleme eher zu erwarten sind. Beispielsweise wurden 2006 im BNN-Monitoring insgesamt 25 Mal Trauben untersucht, denn diese zählen zu den bekannten Problemfällen im konventionellen Anbau. Nur eine einzige Bio-Probe wies Spuren auf.

Völlige Rückstandsfreiheit bei pflanzlichen Rohstoffen und Lebensmitteln kann heute niemand mehr garantierten. Auch die Bio-Landwirtschaft muss sich in einer Umgebung. durchsetzen, in der chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und andere unerwünschte Stoffe zum Alltag gehören. Um Verunreinigungen bei Bio dennoch so weit wie möglich zu verhindern, wurde vor vier Jahren das BNN-Monitoring für Obst und Gemüse im Naturkosthandel aufgebaut. Jeder Rückstandsfund löst Recherchen aus, um mögliche Fehler bei Transport, Reinigung und Lagerung zu finden und abzustellen und um Betrüger vom Naturkostmarkt fernzuhalten. An diesem zusätzlichen und freiwilligen Sicherungssystem für den Bio-Fachhandel beteiligt sich die Mehrzahl der Naturkost-Großhändler und -Importeure in Deutschland.

Pressekontakt

Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.
Katja Niedzwezky
Tel. 030 / 847 1224-28
E-Mail: niedzwezky@n-BNN.de

Weitere Grafiken können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.



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