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BNN: Verbraucher sind mit Bio-Produkten auf der sicheren Seite
10.11.2005
Auf Einladung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) diskutieren derzeit in Berlin Experten das Thema "Mehrfachrückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln". Dies geht aus einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. hervor.
Laut BfR ist "bei gleichzeitiger Exposition gegenüber mehreren chemischen Stoffen grundsätzlich eine Vielzahl von gesundheitsschädlichen Wechselwirkungen denkbar". Während bei konventionellem Obst und Gemüse immer häufiger die gesetzlichen Grenzwerte überschritten würden und die Mehrzahl der belasteten Früchte gleich Rückstände von mehreren Pestiziden enthielte, seien die Verbraucher mit Bio-Produkten "auf der sicheren Seite", so der BNN. Dies zeigten die Ergebnisse des bundesweiten Monitorings für Obst und Gemüse im Naturkosthandel, welches seit zwei Jahren unter Leitung des BNN Herstellung und Handel läuft.
Von den bisher knapp 900 Bio-Proben wiesen laut BNN nur 2,3 Prozent eine Mehrfachbelastung auf. Laut EU-Kommission seien dagegen 20,5 Prozent aller Proben pflanzlichen Ursprungs mehrfach belastet. Bei bestimmten konventionellen Früchten sei das Risiko sogar noch höher. Zum Beispiel habe die baden-württembergische Lebensmittelüberwachung bei 88 Prozent aller Paprikaproben, die 2004/2005 analysiert wurden, Mehrfachrückstände festgestellt.
Aktuelle Forschungsarbeiten belegten, dass Stoffe, die einzeln harmlos sind, kombiniert in derselben Konzentration giftig wirken könnten, berichtet der BNN weiter. Bei der Festlegung von Grenzwerten für Lebensmittel würden diese Kombinationswirkungen bisher jedoch nicht berücksichtigt.
"Die zunehmende Zahl der Lebensmittel mit Mehrfachbelastungen sind ein Gesundheitsrisiko für jeden Verbraucher", warnt Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel und ergänzt: "Die deutlich geringere Belastung von Bio-Obst und Bio-Gemüse mit Pflanzenschutzmitteln ist ein messbarer Erfolg des ökologischen Landbaus und der Prozesskontrolle auf allen Ebenen der ökologischen Erzeugung und Verarbeitung."
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