oekolandbau.de - Das Informationsportal



Aktuelles

RSS-Feed abonnieren

Abonnieren Sie die Oekolandbau-Nachrichten als RSS-Feed:

Mehr Informationen

Newsletter

Neues aus der Biobranche - kostenlos als E-Mail!

  • oekolandbau.de Newsletter: Aktuelle Infos rund um den Biolandbau - jeden Freitag neu
  • Forschungs-Newsletter: Aktuelles aus der Ökolandbau-Forschung
  • Rezeptservice BIOMomente - Immer ein Genuss: Jede Woche ein neues Rezept

Mehr Informationen und Anmeldung

Nachrichten

BÖL-Forschungsprojekt: Getreidekeime als Hühnerfutter?

25.11.2005

Die Verwendung konventioneller Futtermittel in der ökologischen Legehennenfütterung ist stark eingeschränkt und nur noch für einen Übergangszeitraum erlaubt. Bisher eingesetzte konventionelle Eiweißträger müssen durch geeignete ökologisch erzeugte Komponenten ersetzt werden. Versuche der Universität Kassel mit der Verwendung von Weizenkeimlingen als Futtermittel haben ergeben, dass die Keimung den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen erhöht, die Proteingehalte jedoch nicht beeinflusst.

Im Rahmen des Projekts "Einsatz von Getreidekeimen in der Geflügelfütterung" (BÖL-Projekt Nr. 02OE663) wurde geprüft, inwieweit gekeimter Weizen zur Proteinversorgung von Küken, Jung- und Legehennen beitragen kann, und ob solche Bio-Rationen bedarfsgerecht sind.

Eine 48-stündige Keimung des Weizens führte zu einem Anstieg der Gehalte einiger Vitamine (B1, B2, K, C) und des Gehalts an der essentiellen Linolensäure. Bei den Rohnährstoffen änderten sich nur die Gehalte von Stärke und Zucker. Die Proteinversorgung der Tiere konnte daher durch den gekeimten Weizen nicht verbessert werden.

In Fütterungsversuchen, die die Aufzucht sowie die Legephase von Hühnern bis zur 40. Lebenswoche umfassten, wurden bisher übliche Bio-Futterrationen verglichen mit einem Futterregime, das Weizenkeime enthielt. Dabei wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden. Festgestellt wurden jedoch tendenziell höhere Eigewichte in der Keimfütterungsgruppe.

Sowohl der Nährstoffbedarf ökologisch gehaltener Jung- und Legehennen als auch die Möglichkeit einer Proteinaufwertung durch Keimung von Futtermitteln bedürfen nach Ansicht der Autoren weiterer Untersuchungen.

Kontakt:

Prof. Dr. Ute Knierim
Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
Nordbahnhofstraße 1a
D-37213 Witzenhausen
E-Mail: Knierim@wiz.uni-kassel.de

 


Seitenende