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BÖLW betont Bedeutung des Öko-Landbaus in der deutschen Agrarpolitik

19.12.2005

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat in einer Pressemitteilung auf Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministers Horst Seehofer zur zukünftigem Ausrichtung der Agrar- und Verbraucherschutzpolitik reagiert.

Seehofer hatte laut Berliner Zeitung angekündigt, die bevorzugte Behandlung des Bio-Landbaus zu beenden. Aus Sicht des BÖLW jedoch kann von einer Bevorzugung des Bio-Landbaus keine Rede sein. Denn Öko-Betriebe erhielten heute im Durchschnitt weniger Fördergelder als konventionelle Betriebe. Darüber hinaus führe die Öko-Landwirtschaft zu einem erheblichen Zuwachs an Arbeitsplätzen, vor allem dort, wo sie am schwersten zu halten seien: auf dem Lande.

"Wer den Bio-Landbau auf eine Ebene mit der konventionellen Landwirtschaft stellen will, verkennt die Ergebnisse vieler Studien, nach denen sich die Ziele der ländlichen Entwicklung, des Verbraucher- und des Umweltschutzes am besten mit der ökologischen Landwirtschaft erreichen lassen", so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, zu den Äußerungen Seehofers.

Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist aus Sicht des BÖLW ,"dass Seehofer als Verbraucherschutzminister die Agro-Gentechnik zu einem Zeitpunkt forcieren möchte, zu dem Wissenschaftler immer mehr Risiken dieser Technologie aufdecken", so Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW. Das derzeitige Gentechnikgesetz sei der Mindeststandard, um die Koexistenz und damit eine Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik zu sichern. Der BÖLW fordert Minister Seehofer auf, "das Gesetz nicht zu verwässern."

In weiteren Pressemitteilungen haben auch einzelne Anbauverbände des ökologischen Landbaus zu den Aussagen Seehofers Stellung bezogen:

Weitere Informationen:

www.boelw.de


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