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Brandenburger Bio-Bauerntag

Logos: FÖL, Verbund Öko-Höfe, bioland, demeter und naturland

30.11.2007

Unter reger Beteiligung fand am 26. November 2007 der zweite Brandenburger Bio-Bauerntag statt. Redner waren Agrar- und Umweltminister Dietmar Woidke, der bisherige Sprecher des Agrarpolitischen Arbeitskreises Dr. Gerald Bredereck, sein Nachfolger Sascha Philipp sowie die Landwirte Heiner Petersen und Bernd Voss.

Minister Woidke zeigte sich in seiner Begrüßungsrede optimistisch und engagiert, was die Perspektiven des Ökolandbaus betrifft. Gut zwölf Prozent habe der Ökolandbau im vergangenen Jahr zugelegt, auf nun rund 700 Betriebe. Brandenburg bleibe damit weiterhin Spitzenreiter in Deutschland. Schwachstelle seien jedoch nach wie vor die fehlenden Verarbeitungskapazitäten, weswegen der Minister verstärkt Verarbeiter und Investoren anlocken möchte. Um hier gezielt vorzugehen, werde in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau und den Öko-Anbauverbänden ein umfassendes Strategiepapier erarbeitet.

Deutliche Worte fand Woidke zum Thema Gentechnik: "Koexistenz kann nur heißen, dass derjenige, der keine Gentechnik anwenden will, dadurch nicht negativ beeinträchtigt wird". Unter keinen Umständen dürfe es zu Beeinträchtigungen der Umwelt kommen. Bei der derzeitigen Sachlage sei er daher dafür, die nur noch bis 2008 laufende Zulassung für Genmais in Europa nicht zu verlängern.

Kritische Worte wurden in der Diskussion an den Landesbauernverband gerichtet, der sich öffentlich für die Gentechnik einsetze. Gentechnikanbauer seien eine Splittergruppe, die jedoch den Ruf der ganzen Branche aufs Spiel setzten und den Ökolandbau massiv bedrohen, so der Konsens im Saal.

Anlässlich des Bio-Bauerntages wurde dem bisherigen Agrarpolitischen Sprecher des Ökolandbaus, Dr. Gerald Bredereck, herzlich für seine Arbeit gedankt. Besonders hervorgehoben wurde sein erfolgreicher Einsatz für die Fortführung der Ökolandbau-Förderung im Kulturlandschaftsprogramm, in dem die Bio-Betriebe bis 2013 Ausgleichszahlungen für ihre Ökologischen Leistungen erhalten. Neu im Amt wurde Sascha Philipp begrüßt. Sascha Philipp ist Bewirtschafter des Landguts Pretschen im Kreis Dahme-Spreewald. In seiner Rede bewertete auch Philipp die Perspektiven des Ökolandbaus in der Region gut, insbesondere aufgrund der gestiegenen Nachfrage. Er appellierte jedoch auch an die Berufskollegen, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und selbstbewusst und unternehmerisch am Markt zu agieren. "Wir dürfen unser Licht nicht mehr unter den Scheffel stellen, sondern müssen zeigen, was wir wertvolles leisten".

Der Bio-Bauerntag wurde 2007 zum zweiten Mal ausgeführt und soll zukünftig regelmäßig veranstaltet werden. Die Mitglieder des Agrarpolitischen Arbeitskreises sind: AG für biologisch-dynamischen Landbau, Bioland Landesverband Berlin-Brandenburg, Gäa e.V. Nordost-Verbund Ökohöfe, Naturland e.V. Berlin/Brandenburg und Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL).

Quelle: Pressemitteilung des Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.


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