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Demeter-Bauern zufrieden mit Milchpreis
06.08.2007
"Realistische Auszahlungen für bio-dynamischen Mehraufwand"
Für Demeter-Landwirte seien die Konsequenzen der Milchpreis-Entwicklung Grund zur Freude. Nach Jahren nicht kostendeckender Milcherzeugung seien viele Milchbauern aus der Produktion ausgestiegen, die Milch wurde nach Angaben des Demeter-Verbandes knapp. Die Bio-Kunden verstünden, dass deutsche Bauern einen fairen Milchlohn brauchen und haben moderate Preiserhöhungen des Handels in den letzten Monaten mitgetragen. Damit davon auch bei den Milchbauern etwas ankommt, habe die Molkerei Berchtesgadener Land in Südbayern im Juli ihren Demeter-Milchpreis um viereinhalb Cent pro Liter auf 42,5 Cent erhöht und kündige für September für Demeter-Milch 44,5 Cent/kg an (netto bei einer Qualität von 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß). Die Milch der biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfe stehe damit an der Spitze aller Milchpreise.
Die meisten Bio-Milch-Verarbeiter zahlen für Bio-Milch den konventionellen Erzeugerpreis plus einen Bio-Zuschlag. Damit honorieren sie die Mehrleistungen der in Bio-Verbänden organisierten Landwirte. Für Demeter-Milch ist der Zuschlag am höchsten. "Demeter-Milch wird nun langsam in dem Maße wert geschätzt, wie sie es verdient," kommentiert Andreas Amberger, Geschäftsführer der Demeter-Milchbauerngemeinschaft. "Das ist natürlich ein Stück Zukunftssicherung für die Bio-Dynamiker, die ihren Mehraufwand endlich halbwegs angemessen honoriert bekommen." Demeter-Bauern verzichten bewusst auf das Enthornen ihrer Kühe. Sie garantieren 100 Prozent Bio-Futter.
Das Signal aus dem Berchtesgadener Land dürfte nach Demeter-Angaben auch Folgen für andere Bio-Molkereien in Deutschland haben. So rechne Demeter mit einer bundesweiten Anpassung der Auszahlungspreise, ohne dass in Naturkostfachhandel, in den Bio-Supermärkten und in den Hofläden eine drastische Verteuerung der Milchprodukte folge. "Hohe Qualität und fairer Handel auch vor der eigenen Haustür sind eben Aspekte, die zum Bio-Markt dazugehören wie die Hörner zur Kuh," unterstreicht Amberger.
Demeter-Pressesprecherin
Renée Herrnkind
Tel 06445/922938
(Quelle: Demeter Pressemitteilung)
