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Demeter: Boden schützen - Ökolandbau fördern

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05.12.2008

Mehr Einsatz für den Ökolandbau - das erwarten die Demeter-Bauern von der Politik. Anlässlich des  Internationalen Tag des Bodens machte Demeter-Vorstand Stephan Illi auf die Potenziale des Biologisch-Dynamischen Landbaus aufmerksam: "Bodenfruchtbarkeit ist der größte Bodenschatz. Sie ist der zentrale Faktor für eine gesunde Ernährung bis hin zur Sicherung des lebenswichtigen Trinkwassers". Böden aber brauchten Pflege und dazu Bildung, außerdem geeignete Schutzmaßnahmen. Dazu gehöre auch mehr Ökolandbau.

Demeter-Bauern mehrten dieses natürliche Kapital durch ihre Wirtschaftweise, und betrieben durch ihre CO2-bindende Humuspflege gleichzeitig Klimaschutz. Erfolgreiche bio-dynamische Projekte in allen Gegenden der Erde bewiesen, dass dies bestens funktioniere. Kleinbauern in Indien bauten mit bio-dynamischem Kompost die Bodenfruchtbarkeit auf, Demeter-Betriebe in Brasilien kultivierten Nassreis so, dass Klimagase minimiert werden und die Sekem-Initiative in Ägypten zeige, dass selbst die Wüste mit bio-dynamischen Maßnahmen fruchtbar werden kann. Gerade in tropisch-subtropischen Verhältnissen sei mit ökologischen Methoden auf Dauer mehr für die Versorgung der Menschen dort zu erreichen als mit den konventionellen Mitteln der Agro-Industrie. Dies bestätigt auch der Bericht des Weltlandwirtschaftsrates (IAASTD).

Neben dem freien Zugang zu Boden sei Bildung in den entsprechenden landwirtschaftlichen Methoden essenziell für die Welternährung. Die politischen Anstrengungen dazu müssten deutlich intensiviert werden, so der Demeter-Verband. Und auch in der Forschung sei umzusteuern: Lokale Fähigkeiten und Ressourcen müssten entwickelt und gefördert werden.

Das gelte auch für Deutschland. "Mehr Bodenschutz heißt zum einen am Nachhaltigkeitsziel 20 Prozent Ökolandbau festhalten und wirklich darauf hin zu arbeiten. Zum anderen aber müssen die Potenziale der verschiedenen Richtungen des Ökolandbaus durch deutlich mehr Forschung ausgeschöpft werden. Die Agrarpolitik muss endlich entsprechend umsteuern", fordert der Demeter-Verband.

Auch hierzulande verbinden die rund 1400 Demeter-Landwirte und -Gärtner erfolgreich Boden schonende Humuspflege und Klimaschutz mit der Erzeugung gesunder Lebensmittel: Der bio-dynamische Maßnahmen-Mix aus Leguminosen, Wiederkäuerhaltung, Mistkompostierung und hofeigenen Präparaten erweise sich in Langzeituntersuchungen als die Variante mit den besten Humusgehalten, der höchsten Bodenbelebung und den stabilsten Bodenkrümeln. Verbunden mit der Landschaftspflege und -gestaltung, die für viele Demeter-Betriebe dazu gehört, sei die Bio-Dynamische Wirtschaftsweise Vorbild für nachhaltige Zukunftsfähigkeit.

Quelle: Demeter-Pressemitteilung


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