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Ecovin feiert 20-jähriges Bestehen
17.11.2005
Mit einer Podiumsdiskussion zur Entwicklung des deutschen Öko-Weinbaus und mit einem kulinarischen Spaziergang durch die Anbauregionen hat Ecovin seinen 20. Geburtstag begangen. Der Bundesverband Ökologischer Weinbau lud letzte Woche zur Jubiläumsfeier nach Frankfurt ins Holzhausenschlösschen ein. Dies geht aus einer Meldung von Ecovin hervor.
Vorstandsvorsitzender Johann Schnell begrüßte die Gäste: "Ecovin ist kompetent und qualitätsorientiert. Wir sind innovationsfreudig, und das hat sich auch nach 20 Jahren nicht geändert." Vieles, was vor 20 Jahren belächelt worden wäre, hätte heute der konventionelle Weinbau übernommen; die Pflege des grünen Weinbergs zum Beispiel. Maßgebliche Unterschiede im Anbau bestünden jedoch nach wie vor, dazu gehöre der Verzicht der Ecovin-Winzer auf chemisch-synthetische Spritzmittel.
Darüber hinaus ist die Akzeptanz der Verbraucher für die neuen Rebsorten unabdingbar. Weinautorin Dagmar Ehrlich plädierte dafür, die neuen Namen - wie Regent, Baron, Merzling oder Johanniter - zu kommunizieren: "Für die Weinfreunde ist die Entdeckung eines neuen, leckeren Produktes das Thema."
Wie behaupten sich deutsche Öko-Weine auf dem nationalen Verbrauchermarkt, das war ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion. Der Trend zur Polarisierung in billige Massenware und hochqualitative Nischenprodukte hat sich auch für den Weinmarkt entwickeltm meint Paulin Köpfer. Für den Ecovin-Winzer ist die Richtung eindeutig: "Wir sind keine Großbetriebe. Wir leben von der Vielfalt. Wir bedienen einen Markt, auf dem Qualität und Genuss zählen, wir bieten ein hochwertiges handwerkliches Erzeugnis." Und Ecovin-Winzer Johann Schnell betonte: "Dafür, dass wir mit 198 Mitgliedern so wenige sind, präsentieren wir uns bei den großen Verkostungen überproportional mit Topqualitäten." Dies müsse vom Verbraucher noch stärker wahrgenommen werden, forderte Vinum-Redakteur Rudolf Knoll und betonte, wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes sei.
"Heute ist nicht mehr die Produktion, sondern die Positionierung am Markt die Herausforderung für die ECOVIN-Winzer", stellte Norbert Weber, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes, fest. Um ein politisches Sprachrohr für seine Weinbauinteressen im EU- und globalen Kontext zu haben, sei Ecovin seit 2004 Mitglied im Deutschen Weinbauverband.
Erkennbare Profilierung und Verbrauchersicherheit - das wollen sowohl das Qualitätszeichen "Ecovin" als auch das Bio-Siegel vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erreichen. "Das Bio-Siegel wird zur Zeit von 1.400 Betrieben und für 30.000 Produkte verwendet, es ist eine Orientierungshilfe für den Verbraucher", legte Lutz van Elk vom Bundesministerium dar. "Im direkten Kundenkontakt ist unser Ecovin-Zeichen entscheidend", betonte Ecovin Winzer Prof. Dr. Randolf Kauer. Während das Bio-Siegel den Hinweis auf ein Öko-Produkt gäbe, würde das Ecovin-Zeichen das Premiumprodukt kennzeichnen.
Dagmar Ehrlich fasste zusammen: "Ecovin ist eine Premium-Marke im Öko-Weinbau, so wie es der VDP für die deutsche Weinwirtschaft ist. Ecovin steht für standortbezogene Qualität." Und so waren sich die Ecovin-Vertreter einig: Profilierung durch Qualität ist auch in Zukunft das Thema des Verbandes.
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