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Ein Drittel der deutschen Weintrinker setzt auf Bio-Wein
22.12.2004
In der Weihnachtszeit geht es traditionell besonders gesellig und genussfreudig zu. Neben kulinarischen Gaumenfreuden kommt an den festlichen Tagen in vielen Haushalten auch ein guter Wein auf den Tisch. Ausgesucht wird der Wein in Deutschland vor allem nach Geschmack und Preis. Aber auch eine möglichst geringe Belastung mit Schadstoffen ist für zwei Drittel der Befragten ein wichtiges Kriterium beim Weinkauf, das gleich nach Geschmack und Preis rangiert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Emnid-Umfrage unter deutschen Weintrinkern im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums.
"Deutscher Wein ist wieder chic. Bei Weinen von hoher Qualität beobachten wir zunehmend einen Trend zum naturnahen Anbau", so Andrea Schürgers, Geschäftsführerin der Ecovin Weinwerbe GmbH. "Immer mehr Weintrinker entscheiden sich für Bio-Wein, denn er überzeugt im Geschmack und gibt ihnen ein gutes Gefühl", betont die Bio-Weinexpertin. Die Umfrage bestätigt das: Bereits 32 Prozent der Befragten genießen regelmäßig Bio-Wein und fast die Hälfte der deutschen Weintrinker ist Wein aus ökologischem Anbau gegenüber sehr aufgeschlossen. Auch die Fans von Wein in Bio-Qualität suchen ihren Schoppen hauptsächlich nach Geschmack aus, gefolgt von einer möglichst geringen Schadstoffbelastung. Ob Bio-Fan oder nicht: Je älter die Befragten sind, desto mehr Gewicht messen sie diesem Aspekt bei.
Grundsätzlich liegt bei den Deutschen Rotwein im Trend, den immerhin zwei Drittel der befragten Weintrinker bevorzugen. Ein Glas Wein wird vor allem bei festlichen Anlässen, einer gemütlichen Stunde zu zweit oder mit Gästen getrunken. Frauen mögen Wein vor allem bei einer Feier oder einem geselligen Abend, die Männer wählen ein Glas Wein am liebsten in trauter Zweisamkeit oder zu einem schönen Essen. Immerhin ein Drittel der Befragten genießt ein Glas Wein auch mal für sich allein.
Deutscher Bio-Wein in Spitzenqualität
In Deutschland betreiben 380 Betriebe auf insgesamt 2.000 Hektar ökologischen Weinbau, das entspricht etwa 2 Prozent der deutschen Rebfläche. Die Bio-Winzer verwenden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, lehnen gentechnisch veränderte Pflanzen ab und erledigen viele Arbeitsschritte von Hand - das schont Boden, Rebstock und Traube. Durch den Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger tragen die Öko-Weinbauern dazu bei, die Artenvielfalt im Ökosystem Weinberg zu fördern und die Gewässer- und Bodenbelastung zu reduzieren. Überraschen mag Weinkenner, dass im ökologischen Weinbau ganz ähnlich gearbeitet wird wie in Weingütern, die auf Spitzenqualität setzen. Bio-Weine sind daher unter den prämierten oder von Experten empfohlenen Qualitätsweinen sehr häufig vertreten. Im Verband der deutschen Prädikatsweingüter (VDP) betreiben beispielsweise rund zehn Prozent der Betriebe ökologischen Weinbau.
Weinliebhaber, die auf den Geschmack gekommen sind, erkennen Bio-Wein am staatlichen Bio-Siegel. Auch das Siegel des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau Ecovin, dem größten Zusammenschluss von Bio-Winzern in Deutschland sowie die Markenzeichen der anerkannten Öko-Anbauverbände Bioland, Naturland und Demeter weisen Weine in Bio-Qualität aus.
Weitere Informationen zur Studie:
PLEON Kohtes Klewes
Pressebüro Ökolandbau
Bettina Stein
Kaiserstr. 33
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Tel. 0228 / 915 14-354
E-Mail: oekolandbau@pleon.com
