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Foren für die Bio-Fleisch- und Bio-Getreidebranche etablieren sich

13.12.2005

Zu einer "wichtigen Kommunikationsplattform" haben sich in den letzten zwei Jahren die Bundesprogramm-Foren für Vermarkter und Verarbeiter von Bio-Fleisch und Bio-Getreide entwickelt, berichtet Ecozept in einer Pressemitteilung.

Das Projekt "Netzwerke für Kommunikation und Kooperation in den Produktmärkten Bio-Fleisch und Bio-Getreide", das 2004 im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau initiiert wurde, zielte darauf ab, ein funktionelles Netzwerk für bessere Kommunikation in den Bio-Märkten aufzubauen. Der mangelhafte Austausch von Informationen und spezifische Kommunikationsprobleme stellten sich vor drei Jahren als Kernprobleme im Bio-Markt heraus. Sie gaben Anlass, die Netzwerk-Arbeit zu beginnen, um durch einen intensiveren Erfahrungsaustausch unter den Vermarktern und Verarbeitern von Bio-Fleisch und Bio-Getreide zu einem verstärkten Vermarktungserfolg beizutragen.

Die ein- bis eineinhalbtägig ausgerichteten Foren kombinierten verschiedene, branchenrelevante Themenschwerpunkte mit fachlichen Beiträgen aus der Praxis, Diskussionsmöglichkeiten und zielorientierter Kleingruppenarbeit. Daneben achteten die mit der Durchführung der Veranstaltungsreihe beauftragten Partner Ecozept, die Unternehmensberatung Synergie und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) darauf, dem persönlichen Austausch zwischen den Akteuren genügend Freiraum zu lassen.

Die Akteure begrüßten die Foren einhellig als eine bereichernde Neuerung. Bereits zur Halbzeit des Projekts war klar, dass sich die wesentlichen Akteure beider Branchen für die Netzwerke mobilisieren. Die sehr offen geführten Diskussionen sowie der rege Austausch von positiven, aber auch negativen Erfahrungen aus dem Alltagsgeschäft verdeutlichten die Identifikation der Teilnehmer mit den Foren.

Beide Branchen sprachen sich für eine Fortführung der Foren aus und erklärten sich bereit, zukünftig z. B. über Tagungsbeiträge die Durchführung mit zu finanzieren. In der Fortführung der Kommunikationsnetzwerke wird zum einen die Möglichkeit gesehen, über innovative Praxisbeispiele und Fachvorträge neue Inputs zu erhalten. Zum anderen wird der klare Nutzen erkannt, die Probleme des Bio-Getreide- und Bio-Fleischmarktes gemeinsam zu diskutieren, gemeinsame Stellschrauben zu finden und somit zur Stabilisierung dieser Märkte beizutragen. Besonders im Bio-Getreidemarkt wird der zunehmende Preisverfall als besonders brisant eingestuft und ein gemeinsames Agieren als sinnvoll erachtet. Das Forum könnte somit als vertikale Meinungsfindungs-Instanz die erarbeiteten Impulse und Ergebnisse in Zukunft besser an andere Branchenorganisationen weiterleiten und ein gemeinsames Vorgehen begünstigen.

Das gilt auch für die aktuelle Forschungstätigkeit, die in beiden Schlüsselmärkten in Deutschland stattfindet. Das Forum wird als geeignete Plattform gesehen, sich über aktuelle Marktdaten und -entwicklungen informieren zu können. Zum Teil stammen die Daten von den Akteuren selber, auf dem Forum erhalten sie den entsprechenden Rückfluss dieser Daten in aufbereiteter Form.


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