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Freisetzungsgenehmigung von gentechnisch veränderten Weizen

Winterweizen

27.11.2006

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat am Donnerstag die Freisetzung gentechnisch veränderten Winterweizens zu wissenschaftlichen Zwecken unter Sicherheitsauflagen genehmigt. Die rund 1.200 Quadratmeter umfassende Fläche liegt auf dem Gelände des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben (Landkreis Aschersleben-Staßfurt/Sachsen-Anhalt). Das BVL hat genehmigt, in den Vegetationsperioden 2006/2007 und 2007/2008 rund 11.200 Pflanzen freizusetzen. Nach der Eintragung ins Standortregister kann das IPK den Winterweizen frühestens am kommenden Montag freisetzen.

Das BVL kommt in seiner Sicherheitsbewertung zu dem Schluss, dass von dem Freisetzungsversuch keine schädlichen Einflüsse auf Menschen und Tiere sowie für die Umwelt zu erwarten sind, verfügt aber vorsorglich Sicherheitsmaßnahmen. Der Öffentlichkeit wurde durch die Auslegung der Antragsunterlagen die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Die rund 30.000 Einwendungen wurden bei der fachlichen und rechtlichen Bewertung des Antrags geprüft und im Genehmigungsbescheid gewürdigt.

Hier finden Sie Informationen zu den bei Freisetzungen erteilten Auflagen.

Kritik von Bioland

Bioland kritisiert in einer Pressemeldung die Genehmigung der Freisetzung scharf. "Hier vergreifen sich Politik und Wissenschaft durch Genmanipulation von Weizen an unser aller 'täglich Brot'", so Thomas Dosch, Bioland Präsident. Dies zeige, dass die Bundesregierung der Agro-Gentechnik den Weg schleichend ebnen will und die Bedenken vieler Menschen übergeht - Bedenken, die in fast 30.000 Widersprüchen zum Ausdruck gebracht wurden.

„Niemand braucht Gen-Weizen, weder in Deutschland noch weltweit“, so Dosch. Selbst in den USA war die Kommerzialisierung von Gen-Weizen am Widerstand der Bauern und der Lebensmittelwirtschaft gescheitert.

Bioland fordert den Versuchsansteller auf, von der Genehmigung keinen Gebrauch zu machen.

Mehr Informationen finden Sie in der Pressemeldung auf der Bioland-Homepage.


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