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Gäa begrüßt positive Signale für den Ökolandbau in Sachsen

15.12.2008
"Unsere sächsischen Politiker haben in ihrer gestrigen Sitzung im Sächsischen Landtag mit der Entscheidung für eine Erhöhung der Öko-Flächenprämien um 20 Prozent des Vorjahres ab 2009 die richtigen Zeichen für die weitere Entwicklung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Sachsen gesetzt" kommentiert Landwirt Herr Dr. Probst vom Vorwerk Podemus als Vorstandsmitglied der Gäa- Vereinigung ökologischer Landbau e.V. die Entscheidung vom letzten Donnerstag, den ökologischen Landbau zukünftig stärker zu fördern.
Der Gäa-Anbauverband begrüßt die Pläne der sächsischen Landesregierung als eine sinnvolle und richtige politische Entscheidung, die auch in anderen Bundesländern in der Politik offen angegangen werden sollte. Kornelie Blumenschein, Bundesvorsitzende der Gäa e.V., fasst das Ergebnis zusammen: "Die zahlreichen Gespräche der vergangenen Monate mit Politikern aus dem sächsischen Landtag und Vertretern des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zusammen mit den Bioverbänden und Öko-Marktexperten führten zu einem ersten guten Ergebnis für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in 2009. Viele Aufgabenbereiche bleiben aber noch offen. Die ökologische Teichwirtschaft sollte z.B. generell mit in die Ökoförderung eingebunden werden, die Beratung muss neu strukturiert werden und mehr heimische Rohstoffe sollten auch auf dem heimischen Markt Platz finden. Dazu sind weitere Maßnahmen unbedingt nötig. Hier sehen wir inzwischen einen großen Nachholbedarf im Freistaat, der ebenfalls finanziert werden muss", so Blumenschein.
Die sächsische Regierung setzt ein positives Zeichen besonders für heute noch
konventionell wirtschaftende Landwirte, die den Schritt in die Umstellung gehen wollen, honoriert aber auch in einem gewissen Umfang die gesellschaftlichen Leistungen der ökologischen Landwirtschaft.
Gäa betont in seiner Pressemitteilung, dass positive politische Signale für die Ausweitung der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft in Sachsen längst überfällig seien. Seitens der Wirtschaft wären die Signale seit Jahren deutlich auf Wachstum gestellt. Mit einem geschätzten Umsatzvolumen mit Bioprodukten in Sachsen von ca. 220 Millionen Euro (bei einem Gesamtumsatz in Deutschland von 5,3 Milliarden Euro) gehört die Biolebensmittelbranche inzwischen auch in Sachsen zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor für Mensch und Umwelt.
"Oberstes Ziel muss die bessere Bedienung des Marktes mit regionalen Rohstoffen und Produkten sein" sein, konstatiert Steffen Mucha, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Öko-Bauernhöfe Sachsen GmbH. Dabei spielt für uns das gläserne Qualitätssicherungssystem der Gäa und anderer anerkannter Bioverbände als Biozertifizierer eine sehr große Rolle. Unsere Sorgen bezüglich der Ausweitung von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Sachsens Feldern sollten aber von der Politik ernst genommen werden. Hier zahlen die Ökobauern heute schon für die Schäden, die die Gentechlobby verursacht. Das hat nichts mit Gleichberechtigung aller Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft zu tun", so Mucha.
Zur Biofach 2009 wird sich die Sächsische Öko-Branche wieder professionell in Nürnberg darstellen. Staatsminister Frank Kupfer hat seine Teilnahme schon zugesagt.
Quelle: Gäa-Pressemitteilung
