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IFOAM-Gipfeltreffen 2004: "Den Bio-Markt voranbringen"

12.11.2004

Die Internationale Vereinigung biologischer Landbaubewegungen IFOAM beendete am Mittwoch ihr erfolgreiches, fünftägiges Gipfeltreffen in Bonn. Im Mittelpunkt stand die Weiterentwicklung des internationalen Bio-Marktes. 80 Teilnehmer aus 50 Ländern, die die weltweite Führung der IFOAM repräsentierten, kamen zusammen, um die künftigen Zielsetzungen der IFOAM zu diskutieren und Strategien für die Weiterentwicklung des Bio-Marktes zu entwerfen. Die Modernisierung des IFOAM Akkreditierungssystems, welches weltweit als Werkzeug für die Harmonisierung der Öko-Standards und der Zertifizierung eingesetzt wird, war ein zentrales Thema während des Treffens. Die Konferenz war das wichtigste Ereignis auf dem Weg zur Vorbereitung des nächsten IFOAM-Weltkongresses, der im September 2005 in Adelaide, Australien stattfinden wird. Dies berichtet die IFOAM in einer Pressemeldung.
Gunnar Rundgren, Präsident der IFOAM, fasste die Tagung zusammen: "Die Dynamik und Fachkenntnis in der Öko-Branche sind hervorragend. Dieses Treffen war ein Meilenstein für die IFOAM und die Entwicklung des Öko-Sektors weltweit. Der Vorstand ist motiviert und engagiert, um die Ergebnisse der Konferenz umzusetzen.
Ein zweitägiges Treffen mit eingeladenen Experten aus dem Kreis der IFOAM-Mitglieder weltweit bildete die Kernaktivität bei den Beratungen des Weltvorstandes. Eingeladen waren Vertreter aller Ausschüsse, der Regionalgruppen und der Interessengruppen wie beispielsweise des "Organic Guarantee Systems", mit Vertretern der akkreditierten Zertifizierer und des internationalen Akkreditierungssystem IOAS. Zur Sprache kamen Fragen der Mitgliedschaft, das Regionalisierungskonzept und die Besprechung der "Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft", welche Leitbild für die private und öffentliche Definition für "Bio" sind. Präsentiert und diskutiert wurde der Entwurf "IFOAM Programm 2008", das in den kommenden Jahren Leitlinie für die Vereinigung werden wird, wenn es im September 2005 von der IFOAM Generalversammlung angenommen wird.
In ihrer Begrüßungsrede auf dem Gipfeltreffen bewertete Bärbel Höhn, Ministerin für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein-Westfalen: "Unsere Unterstützung für die Etablierung der IFOAM-Generaldirektion in Bonn vor einem Jahr war maßgeblich. Als Befürworterin der ökologischen Landwirtschaft in meinem Land bin ich beeindruckt über das Engagement, mit dem die IFOAM weltweit maßgeblich an der Beeinflussung der Agrarpolitik beteiligt ist."
Hauptthema des Gipfeltreffens war eine Resümierung des "Organic Guarantee Systems", welches die IFOAM Normen, die Basis Standards, die Akkreditierungskriterien und das Akkreditierungsprogramm umfasst. Immer mehr Regierungen führen Regulierungen für den Öko-Landbau wie die EU-Öko-Verordnung oder in den USA das "National Organic Program" ein. Dieses hat, gemeinsam mit anderen Einflussgrößen der internationalen Marktentwicklung, dazu geführt, dass die IFOAM ihre Aktivitäten abgeglichen hat, um die internationale Integrität des Öko-Landbaus zu bewahren. Die Kriterien, die vom Weltvorstand für die Resümierung eingeführt wurden, wurden von den Teilnehmern begrüßt. Sie schlossen verbesserten Marktzugang, Nutzerfreundlichkeit und verbesserten Nutzen für interne und externe Interessengruppen ein.
Neben dem Gipfeltreffen fanden eine Reihe von weiteren Veranstaltungen und Treffen statt, beispielsweise ein zweitägiges Treffen des Entwicklungsforums, eines IFOAM-Komitees, das den Vorstand in Fragen der Entwicklungszusammenarbeit berät. Der positive Einfluss des Öko-Landbaus auf Biodiversität und Lebensmittelsicherheit wurde ebenso diskutiert wie beispielsweise die Thematiken gentechnikfreies Saatgut und lokale, partizipative Garantiesysteme.
Die IFOAM veranstaltet erfolgreich internationale Programme und Projekte, um die ökologische Landwirtschaft und den Markt für ökologische Produkte weiterzuentwickeln. Dazu gehören Ausbildungs- und Beratungsprojekte sowie Strukturentwicklungsprogramme. Diese Projekte leitet und betreut ein internationaler Expertenrat, mit Mitgliedern aus allen Kontinenten, welche sich ebenfalls für zwei Tage trafen. Sie entwickelten Programme für die weitere Arbeit der IFOAM und formulierten Empfehlungen für den Weltvorstand.
Maheswar Ghimire aus Nepal drückte seine Wertschätzung für die gesamte Veranstaltung aus: "Ich war froh, dass ich beitragen konnte und ich war beeindruckt von dem großen Engagement und der Arbeitsatmosphäre. Wir haben eine Menge erreicht und konkrete Vereinbarungen für die weiteren Schritte und Richtungen getroffen. Ich reise nach Hause inspiriert mit neuen Strategien, um die ökologische Landwirtschaft in meinem Teil der Welt voranzutreiben.
Weitere Informationen:
IFOAM Head Office
Gerald A. Herrmann
Charles-de-Gaulle-Str. 5
D-53113 Bonn
E-Mail headoffice@IFOAM.org
www.IFOAM.org


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