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Kampagne für Glaubwürdigkeit und Transparenz in der Bio-Branche

12.12.2008
Beim Folgetreffen der Initiative zur Erhaltung der Glaubwürdigkeit und Authentizität der ökologischen Lebensmittel ("Anti Fraud Initiative") in Hamburg verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die "Hamburger Erklärung", eine freiwillige Selbstverpflichtung von im Bio-Handel aktiven Unternehmen.
Neben dieser Selbstverpflichtung der Wirtschaftsakteure wurden auch von Seiten der Öko-Zertifizierungsstellen an der Formulierung einer "guten Zertifizierungspraxis" gearbeitet. Guido Frölich von tegut... stellt fest: "Besonders wertvoll war, dass Vertreter von Zertifizierungsstellen und Behörden bis hin zur EU-Kommission zusammen mit Wirtschaftsakteuren fallbezogen Problemfelder diskutierten."
Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller e.V. (AoeL) begrüßt die Anti Fraud Initiative, die von AGRO ECO, dem European Organic Council Certifiers (EOCC), dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) und der Gesellschaft für Ressourcenschutz (GfRS) initiiert wurde, außerordentlich und baut auf weitere konstruktive Zusammenarbeit.
Wortlaut der Ziele des "Code of Good Organic Practice"
"Es ist unsere Verantwortung, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Glaubwürdigkeit und Integrität von ökologischen Produkten zu gewährleisten und die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen. Ein Zertifikat allein genügt nicht, um die Authentizität ökologischer Produkte zu sichern."
Die sieben Ziele:
- Alle Akteure der Wertschöpfungskette - Erzeuger, Verarbeiter und Handel - übernehmen soziale Verantwortung für den von ihnen verantworteten Bereich, um die Integrität in der gesamten Branche zu erhalten und zu wahren.
- Alle Akteure sind aktiv in ihrer Branche und tragen zur Weiterentwicklung von Projekten im Ökologischen Landbau bei.
- Alle Akteure arbeiten mit nachhaltigen Beziehungen und fairer Preisbildung über die gesamte Wertschöpfungskette.
- Alle Akteure einigen sich auf eine vollständige Transparenz der Wertschöpfungskette und kommunizieren dies in der Öffentlichkeit.
- Alle Akteure streben eine offene Kommunikation in allen relevanten Belangen untereinander sowie zu Kontrollstellen und Behörden an.
- Alle Akteure unterstützen die Harmonisierung des Systems für ökologische Lebensmittel und Landbau und die Handhabung im Umgang mit Verstößen.
- Alle Akteure müssen ein Qualitätsmanagementsystem einrichten, welches die speziellen Anforderungen der ökologischen Produktion berücksichtigt und die Authentizität der Öko-Produkte sichert.
Die Hamburger Erklärung wird bislang von folgenden Unternehmen und Organisationen unterstützt:
Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller AoeL e.V., Ariza B. V., Alfred L. Wolff GmbH, BD-Totaal, Biotropic, Bundesverband Naturkost Naturwaren - Herstellung und Handel e.V., Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), DO-IT, Eosta, Ernst Rickertsen, ForesTrade Europe, Haest Consultancy for Organic industry, Heimatsmühle & Biokorn, Kloth & Kohnken Teeimport, Natudis, Naturland, Organic Flavour Company, Rapunzel Naturkost, REWE, Synabio, Tradin Organic Agriculture, tegut..., Tuchel & Sohn, VBP, Waren-Verein Hamburger Börse e.V.
Ergebnisse des Workshops finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft für Ressourcenschutz.
Quelle: Pressemitteilung der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller AoeL e.V.
