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LVÖ-Vorsitzender Hohenester mit der Staatsmedaille in Silber geehrt
10.11.2004
Der langjährige Vorsitzende der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), Hans Hohenester, ist mit der Staatsmedaille in Silber ausgezeichnet worden. Wie AgraEurope berichtet, geschehe dies "in Anerkennung seiner besonderen Verdienste um den ökologischen Landbau", wie Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller in seiner Laudatio bei der Überreichung der Medaille erklärte. Besonders in Erinnerung seien ihm die Verhandlungen zur Einführung der Öko-Prämie im bayerischen Kulturlandschaftsprogramm geblieben, erklärte Miller. Dabei habe Hohenester mit seinen Vorstandskollegen erstmals die Honorierung der Umweltleistungen des ökologischen Landbaus durch ein staatliches Förderprogramm durchgesetzt.
Im Übrigen erwähnte der Minister eine Reihe weiterer Etappen im Wirken Hohenesters, der von April 1994 bis Mai 2004 erster LVÖ-Vorsitzender war. So sei sein beharrliches Eintreten für einen Lehrstuhl Ökologischer Landbau an der TU München in Weihenstephan letztlich erfolgreich gewesen: Im Herbst 2003 habe der Öko-Lehrstuhl seinen Betrieb aufgenommen; mittlerweile beschäftige er 14 Personen, sagte Miller. Auch das Ringen um den Ausbau der Öko-Forschung an der Landesanstalt für Landwirtschaft sei von Erfolg gekrönt gewesen: Während man die Zahl der Öko-Forschungsprojekte 1994 an den damaligen sechs Landesanstalten noch an einer Hand habe abzählen können, sei die Zahl der größeren und kleineren Forschungsvorhaben, die bis 2007 bearbeitet werden sollten, auf mehr als 40 angestiegen.
Als "Wermutstropfen" erwähnte der Minister, dass ein bereits zugesagtes Institut für Ökologischen Landbau in Landshut-Schönbrunn dann doch nicht geschaffen worden sei. Maßgeblich beteiligt gewesen sei Hohenester außerdem an der Konzeption eines bayerischen Öko-Zeichens, so Miller weiter. "Ökoqualität Garantiert Bayern" (ÖQG) sei in enger Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium, der LVÖ und den Öko-Anbauverbänden entstanden. Außerdem sei bei einem Gespräch des LVÖ-Vorsitzenden mit dem Landwirtschaftsministerium 2001 die Idee für bayerische Öko-Erlebnistage entstanden. In deren Rahmen hätten dieses Jahr auf mehr als 220 Veranstaltungen rund 400.000 Besucher auf Höfen, Märkten und bei den Lebensmittelverarbeitern über biologischen Landbau und Öko-Lebensmittel informiert werden können.
Schließlich wies der Minister darauf hin, dass bei Amtsantritt Hohenesters als LVÖ-Präsident die 1.800 Mitgliedsbetriebe der vier bayerischen Anbauverbände Bioland, Naturland, Demeter und Biokreis rund 40.000 Hektar im Freistaat bewirtschaftet hätten; mittlerweile seien es 3.600 Bio-Bauern mit mehr als 104.000 Hektar.
