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Mecklenburg-Vorpommern: Weiterhin Förderung von Neueinsteigern

Kuh mit Kalb

18.12.2006

Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus (SPD) betont in einer Pressemitteilung die große Bedeutung der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft für das Land Mecklenburg-Vorpommern. "Ziel der Landesregierung ist es, in der neuen Förderperiode günstige Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung der ökologisch zertifizierten Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen. Dafür stellt das Landwirtschaftsministerium unter anderem für die ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe ca. 40 Millionen Euro mehr als in der zu Ende gehenden Förderperiode zur Verfügung", betont Minister Backhaus. Insgesamt würden Rahmenbedingungen geschaffen, dass die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommer am Marktwachstum partizipieren können.

Für Beibehalter und Neueinsteiger werden in der neuen Förderperiode einheitlich 135 Euro/ha gezahlt. Die Förderhöhe entspricht im Wesentlichen den Regelungen in den Nachbarländern Schleswig-Holstein, Berlin Brandenburg und Niedersachsen. Die Förderhöhe für Beibehalter entspricht dabei dem Rahmenplan der Bundesregierung. Die Ursache für diese Kürzung der Förderhöhe von 160 auf 135 Euro liegt im Wegfall der Anreizkomponente, der von der EU-Kommission gefordert wird.

Die Förderhöhe für Neueinsteiger wurde entgegen den Vorschlägen im Rahmenplan (187 Euro/ha) auch auf 135 Euro/ha festgelegt. Ziel ist zum einen, dass sich Neueinsteiger klar auf den Markt ausrichten. Unter anderem sind die Preise für Ökofuttergetreide um bis zu 45 Prozent angestiegen. Zum anderen will das Land 20.000 ha zusätzlich fördern, damit würden in den nächsten Jahren ca. 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet werden können.

Der Bio-Markt ist zurzeit deutschlandweit ein enorm wachsender Markt. Mit einem Umsatz von etwa 4 Mrd. Euro im vergangenen Jahr werden zwar erst etwa 5 % des Gesamtmarktes bestritten, aber zweistellige Wachstumsraten deuten auf ein sehr großes Potential hin. Für den deutschen Handel ist bereits ein Beschaffungsproblem entstanden, was unter anderem in der positiven Entwicklung der Erzeugerpreise seinen Niederschlag findet. "Für den Erzeuger in Mecklenburg-Vorpommern gilt es, Marktanteile zu behaupten und in Anpassung an das derzeitige Marktwachstum im Bereich der ökologischen Ernährungswirtschaft weitere Absatzpotentiale zu erschließen" so Minister Backhaus.

Mehr Informationen:

www.mv-regierung.de/lm


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