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Landwirtschaftsministerin Aigner wirbt für den Gläsernen Stall

30.12.2011

Im Vorfeld der "Internationalen Grünen Woche" im Januar 2012 in Berlin hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner für mehr Transparenz in der Nutztierhaltung ausgesprochen. "Die Landwirtschaft muss sich mehr öffnen und verstärkt den Kontakt zu den Verbrauchern suchen. Offenheit und Transparenz sind der Schlüssel zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz", sagte Aigner.

Anders als früher haben viele Menschen heute kaum noch einen persönlichen Bezug zur Landwirtschaft. Besonders im Bereich der Nutztierhaltung sind die Vorstellungen und Erwartungen häufig weit entfernt von der Realität der modernen Tierhaltung. Dies ist auch ein Fazit aus dem gesellschaftlichen Dialog, den das Bundeslandwirtschaftsministerium in den vergangenen Monaten im Rahmen der Erstellung einer "Charta für Landwirtschaft und Verbraucher" geführt hat. Die Charta wird Bundesministerin Aigner im Rahmen der Internationalen Grünen Woche der Öffentlichkeit vorstellen.

"Ich würde mir wünschen, mehr Menschen hätten wieder einen direkten Bezug zur Produktion von Lebensmitteln. Dies gilt ganz besonders für die Tierhaltung. Unsere Landwirtschaft arbeitet mit hohen Produktionsstandards und sollte dies auch zeigen", sagte Aigner. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) startet deshalb erneut einen Bundeswettbewerb für "Landwirtschaftliches Bauen". Diesmal sollen Betriebe ausgezeichnet werden, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern unter dem Motto "Gläserne Ställe - Verbesserung der Akzeptanz landwirtschaftlicher Nutztierhaltung" einen Einblick in die moderne Nutztierhaltung ermöglichen. Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Produzent und Verbraucher zu verstärken, um gegenseitiges Vertrauen und Verständnis zu entwickeln. So genannte "Gläserne Ställe" seien "ein gutes Mittel, um die hohen Standards der modernen Haltung von Nutztieren transparent zu machen", sagte Aigner. Entscheidend sei es, vor Ort Informationen an die Verbraucher zu vermitteln, zum Beispiel mit Hilfe von Hoftagen oder auch Stallkameras. "Es muss der Landwirtschaft ein Anliegen sein, den Zerrbildern der Werbung einen unverfälschten Blick auf die Wirklichkeit entgegenzusetzen." Aigner kritisierte in diesem Zusammenhang die Rolle der Werbewirtschaft: "Wer mit trügerischen Werbebildern eine Landwirtschaft suggeriert, die es seit 50 Jahren nicht mehr gibt, darf sich nicht wundern, wenn sich Verbraucher getäuscht fühlen", sagte Aigner.

Quelle: BMELV-Pressemitteilung


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