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Naturland sieht gute Chancen für den Öko-Landbau

Naturland-Logo

19.12.2008

Klimaschutz und Sicherung der Welternährung sind aus Naturland Sicht die alles überstrahlenden Themen für 2009. Nach neuesten Zahlen der  Welternährungsorganisation FAO ist die Zahl der Hungernden weltweit von 850 Millionen in 2006 auf über 963 Millionen in 2008 gestiegen! Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel müssen Jahr für Jahr durch neue Meldungen zum Eisrückgang in der Arktis korrigiert werden. Die Finanzkrise mit einer möglichen weltweiten Wirtschaftkrise kann positive Schritte in Richtung Nachhaltigkeit bremsen. "Deswegen appelliert Naturland an alle politisch Verantwortlichen, die eigentlichen Ziele durch wirtschaftspolitische Krisenszenarien nicht aus dem Auge zu verlieren", erklärt Hans Hohenester, Naturland Bauer und Präsidiumsvorsitzender zum Jahreswechsel. Jeder Mensch hat ein Recht auf Nahrung, jede Landbewirtschaftung muss so nachhaltig wie möglich erfolgen. Der Öko-Landbau bietet hier ideale Lösungsansätze.

Ernährung sichern

Fast Dreiviertel der Hungernden leben auf dem Land und nicht, wie vielfach angenommen, in den Städten. Deswegen fordert Naturland erstens die konzertierte Förderung von Forschung, Beratung, Bildung und Infrastrukturmaßnahmen im landwirtschaftlichen Bereich, um den ländlichen Regionen wieder eine Chance zu geben. Zweitens müssen alle Fördermaßnahmen an die Ausrichtung auf eine ökologische Wirtschaftsweise gekoppelt werden. Nur ökologische Wirtschaftsweisen, die ressourcenschonend dem Standort angepasst sind, können nachhaltig die Ernährung sichern. In den Ländern des Südens bauen Kleinbauern von Naturland zum Beispiel in multifunktionalen Agroforstsystemen neben Kaffee für den Export tropische Früchte, wie Bananen oder Mango für die Selbstversorgung und den lokalen Markt an. Somit profitieren die Kleinbauern doppelt: Neben einer guten Einkommensquelle durch den Export erzeugen sie ausreichend Nahrung für die eigene Familie und die heimische Bevölkerung.

Klima schützen

Mineralische Kunstdünger sind sehr energieintensiv und damit klimaschädlich und teuer. Der Öko-Landbau verzichtet auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Kunstdünger und hat damit einen deutlich geringeren Einsatz von fossilen Energien. Es entstehen auf den Öko-Flächen weniger klimaschädliche Gase und der höhere Humusgehalt des Bodens bindet zusätzlich Kohlendioxid.

Öko-Landbau fördern

Naturland fordert zum Jahreswechsel daher alle politischen Mandatsträger auf, den Lippenbekenntnissen zu mehr Schutz von Mensch und Natur Taten folgen zu lassen. Im Rahmen der EU-Agrarpolitik sowie bei globalen Vereinbarungen zum Klimaschutz muss die ökologische Landwirtschaft stärker in den Vordergrund rücken. Dem Verbraucher hingegen muss vermittelt werden, welche Macht er mit dem Einkaufskorb auf die Produktionsweise von Lebensmitteln hat.

Quelle: Naturland Presse-Info


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