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Neue Marktdaten zu Naturkostfachgeschäften mit Bio-Vollsortiment erschienen

Logo des BNN Herstellung und Handel

05.11.2010

Bundesweit bieten aktuell rund 2.350 Naturkostfachgeschäfte ein breites Sortiment an Bio-Lebensmitteln an. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt "Marktdaten Naturkostfachhandel". Als Nachkostfachgeschäft werden Läden eingestuft, die ein Vollsortiment an Biolebensmitteln führen. Zudem muss der Bioanteil mindestens 95 Prozent bei Lebensmitteln betragen. Hofläden werden als Naturkostfachgeschäft eingestuft, wenn sie neben den vorgenannten Kriterien im Umfang von mindestens 50.000 Euro pro Jahr Biolebensmittel zukaufen. Dadurch haben sie eher den Charakter eines Fachgeschäftes als eines klassischen Hofladens.

Sabine Kauffmann vom bio verlag, der diesen Projektbaustein federführend bearbeitet hat, erklärte: "Die ermittelte Anzahl an Naturkostfachgeschäften liegt am unteren Ende dessen, womit wir gerechnet haben. Unsere Schätzung lag bei circa 2.500 bis 3.000 Geschäften. In den Ergebnissen macht sich bemerkbar, dass eine Verschiebung zu mehr großflächigen Naturkostfachgeschäften besteht. Kleinere Läden werden eher weniger, während die großen Flächen zunehmen. Allerdings gibt es regional sehr große Unterschiede, die nicht zuletzt von den Geschäftskonzepten der Läden abhängig sind."

Von den 2.346 ermittelten Läden sind 400 Bio-Supermärkte und 302 Hofläden. Die inhabergeführten Naturkostfachgeschäfte machen mit 70 Prozent (1.644 Geschäfte) weiterhin den Löwenanteil im Fachhandel aus. Etwas anders stellt sich die Situation dar, wenn man die Verteilung der insgesamt ermittelten Verkaufsfläche nach Ladentypen betrachtet: Gut die Hälfte der bundesweit vorhandenen Fachhandelsfläche entfällt derzeit auf Läden, die dem Typ Bio-Supermarkt zuzuordnen sind. Naturkostläden besitzen 42 Prozent der Freihandelsfläche und Hofläden sogar nur 7 Prozent.

Bestätigt wird durch die Ergebnisse, dass die Fachhandelsdichte regional sehr unterschiedlich ist. Die höchste Flächendichte je 1.000 Einwohner weist der Süden mit dem Spitzenreiter Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg auf. Im Osten zeigt sich Berlin als das Bundesland mit der höchsten Fachhandelsdichte. Mit Ausnahme von Brandenburg, das in Bezug auf die Dichte mit Hessen und Schleswig-Holstein vergleichbar ist, bilden die östlichen Bundesländer das Schlusslicht.

Die vorliegenden Ergebnisse werden in den nächsten Monaten durch persönliche Befragungen im Auftrag der Universität Kassel bei 320 repräsentativ ausgewählten Naturkostfachgeschäften vertieft. Alle Ergebnisse zusammen bilden dann die Basis, auf der das Marktvolumen des deutschen Naturkostfachhandels hochgerechnet wird.

Das vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel initiierte Projekt "Marktdaten Naturkostfachhandel" ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem neben dem BNN die Partner AgroMilagro Research, bio verlag, Klaus Braun Kommunikationsberatung, Land und Markt sowie die Universität Kassel mitwirken. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau finanziell unterstützt.

Quelle: Pressemitteilung des BNN Herstellung und Handel


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