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6. Organic Marketing Forum in Warschau

16.06.2011
Unter dem Motto: "Bio und Kommunikation – Gemeinsam Erfolgreich" trafen sich Marktteilnehmer aus knapp 30 Ländern zum sechsten Mal in Warschau. Während die Veranstaltung stabile Teilnahmerzahlen verzeichnete, nahm die Anzahl der Aussteller zu. Das Treffen wies eindrucksvoll nach, warum der Ökolandbau wichtiger Teil künftiger Politik sein muss und machte deutlich, dass der Bio-Markt in Europas Osten am Anfang einer dynamischen Entwicklung steht.
"Die Bedeutung Mittel- und Osteuropas (MOE) für den Bio-Sektor wächst beständig. Einerseit bietet MOE Chancen als Absatzmarkt für Ökoprodukte. Andererseits wird die Position als wichtiger Lieferant für Rohwaren weiter ausgebaut und das Angebot von hochqualitativen Ökolebensmitteln im Marken- sowie im Private Label-Bereich erweitert", so fasst Bernhard Jansen, Geschäftsführer des Veranstalters EkoConnect – Internationales Zentrum für den ökologischen Landbau Mittel- und Osteuropas e. V. - seine Eindrücke vom 6. Organic Marketing Forum in Warschau zusammen. Die zweitägige internationale Tagung für Hersteller und Vermarkter von Ökoprodukten und – Rohstoffen fand am 26. und 27. Mai in der polnischen Metropole statt. Mit etwa 370 Teilnehmern aus 27 Ländern wurde die Resonanz auf Vorjahresniveau gehalten. Die Ausstellungsfläche wuchs jedoch um 35 Prozent und die Anzahl der Ausstellungsstände nahm um ein knappes Drittel zu.
Darunter waren auch Gemeinschaftsstände aus Polen, Österreich und Deutschland vertreten. Zum ersten Mal vertrat auch eine Föderation aus verschiedenen Verbänden Zentralasiens den Biobereich aus ihrer Region. Ein zunehmender Teil der Besucher und Aussteller kommt aus den russischsprachigen Ländern. "Die gute Atmosphäre beim Forum sowie das Verkostungsengagement des polnischen Landwirtschaftsministers in Zusammenarbeit mit dem polnischen Verband Polska Ekologia zeigen, dass die positive Entwicklung des Ökolandbaus in Polen fortschreitet. Der Ökomarkt in Europas Osten insgesamt steht vor einer dynamischen Entwicklungsphase", so Bernhard Jansen.
"Warum es ohne Biolandbau nicht geht" war der Konferenzeinstieg von Felix Prinz zu Löwenstein (BöLW). Er wies darauf hin, dass der Hunger in der Welt sich weder mit Gentechnik noch mit mehr Betriebsmittelinput, sondern nur durch bäuerliche Landwirtschaft, Biolandbau und verändertem Verbraucherverhalten beseitigen lässt. Neben diversen Beiträgen zum Thema Marketing und Management auf allen Stufen der Supply Chain trafen insbesondere die hochinformativen Beiträge aus einzelnen MOE-Ländern wie Russland, Bulgarien, Ungarn und Polen sowie die fachspezifischen Themen auf hohes Interesse. Parallel dazu konnte in Workshops das Wissen und die eigene Positionierung bezüglich Nachhaltigkeit und Mediennutzung hinterfragt sowie an einer Schulstunde über gesunde Ernährung teilgenommen werden. Der Abschlussvortrag der Firmen Bioconcept-Gardenia aus Polen und Ariza aus den Niederlanden wies eindrucksvoll auf die großen Chancen einer langfristigen Ost-West-Zusammenarbeit hin. Respekt und Vertrauen zwischen Partnern kann sich auch wirtschaftlich sehr positiv auswirken.
Mit dem ersten Preis im abschließenden Wettbewerb "Best of Organic" wurde die Firma LaSelva (Italien) ausgezeichnet. Die weiteren Preise gingen an Bio Planet (Polen) und Voelkel (Deutschland).
Das Organic Marketing Forum stand unter der Schirmherrschaft des polnischen Landwirtschaftsministeriums und der IFOAM EU Group. EkoConnect organisierte das Forum in Kooperation mit dem polnischen Öko-Verband Ekoland, dem Staatlichen Beratungsdienst für die Landwirtschaft in Polen, Polska Ekologia und der Organic Retailers Association.
Mehr Informationen unter www.Organic-marketing-forum.org.
