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Österreichs Bio-Landbau: in Europa an der Spitze

08.12.2005

Die Marktanteile von Bio-Lebensmitteln sind in Österreich in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Der gesamte Bio-Lebensmittelumsatz betrug im Jahr 2004 etwa 350 Millionen Euro. Dies teilt das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) mit.

In den letzten drei Jahren haben die Österreicher immer öfter für Bio entschieden, so das Lebensministerium. Die biologisch bewirtschaftete Fläche wachse genauso wie die Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen. "Das zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben", soder österreichische Landwirtschaftsminister Josef Pröll bei der vierten Bio-Enquete am Ende November in Wien.

Der gesamte Bio-Lebensmittelumsatz betrug nach Angaben des Lebensministerium im Jahr 2004 in Österreich etwa 350 Millionen Euro, 20 Prozent der Wertschöpfung werde durch Export erwirtschaftet. Seit dem Jahr 2000 hätten sich die Bio-Ackerflächen verdoppelt. Rund ein Viertel des österreichischen Agrarumweltprogramms ÖPUL (Österreichisches Programm zur Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft) gehe an Bio-Betriebe, weil sie mit ihrer besonders schonenden Wirtschaftsweise einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisteten. Das Lebensministerium bekennt sich zur Bio-Förderung, die auch im neuen Umweltprogramm fixer Bestandteil sein soll.

Die Fortführung des Programms zur Entwicklung des ländlichen Raumes sei für den biologischen Landbau von besonderer Bedeutung, weil es nachhaltiges Wachstum und eine dynamische ländliche Wirtschaftsstruktur fördert, so das Lebensministerium weiter. Für die neue Periode 2007 bis 2013 sei eine Bildungs- und Investitionsoffensive als Schwerpunktthema geplant. Das bedeute insbesondere auch die Stärkung der Schiene Verarbeitung und Vermarktung bis hin zur Förderung von Qualitätsprogrammen. Die unternehmerische Kompetenz von Betrieben werde für den Erfolg noch entscheidender sein, als in der Vergangenheit.


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