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Projekt zum Biozierpflanzenbau gestartet

09.11.2011
Die Bioland Beratung GmbH bearbeitet ab Oktober 2011 im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) und im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) über einen Zeitraum von drei Jahren in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK NRW), der Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen e. V. und einem Netzwerk von Leitbetrieben und Versuchsanstellern offene Fragen des Anbaus und Marketings von Biozierpflanzen.
Das Interesse an ökologisch erzeugten Zierpflanzen wächst bei Produzenten, Handel und Verbraucher. Bei Zierpflanzen, als nicht rückstandsrelevanten Kulturen, sind zwar bisher keine Höchstmengen für Pflanzenschutzmittelrückstände gesetzlich festgelegt, aber die Problematik der Rückstände und der daraus möglicherweise resultierenden Umwelt- und Gesundheitsgefährdungen werden sowohl in Fachkreisen von Produzenten und Handel, als auch von den Medien und vom Verbraucher, immer häufiger kritisch diskutiert.
Konventionell wirtschaftende Betriebe, die sich aus den beschriebenen Gründen auf den Weg zum ökologischen Anbau machen, ändern Schritt für Schritt ihre Produktionsweise. Diese einzelnen Schritte sind betriebsindividuell, in ihrer Reihenfolge unterschiedlich und teilweise unabhängig voneinander. Jedoch sind es alles Schritte der Nachhaltigkeit im Sinne des Umwelt- und Ressourcenschutzes. Am Ende des Weges kann nach den Schritten der Nachhaltigkeit die ökologische Produktion von Zierpflanzen stehen. Es ist daher eine besondere Chance dieses Projektes, sowohl für konventionelle, als auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe Forschungs- und Entwicklungsfortschritte zu erzielen und dadurch Betriebe der beiden Produktionsarten zusammen und miteinander in Austausch zu bringen.
Ziel des Projektes ist es, den Zierpflanzenbau bei seiner aktuellen Entwicklung zu nachhaltiger und ökologischer Produktion zu unterstützen und zu optimieren. Hierfür soll:
- die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei der Suche nach Schritten der nachhaltigen Produktion in konventionell wirtschaftenden Leitbetrieben und in Forschungsanstalten koordiniert und begleitet werden,
- die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei der Suche nach Lösungen für die aktuellen Probleme der ökologischen Produktion in den ökologisch wirtschaftenden Leitbetrieben und in Forschungsanstalten koordiniert und begleitet werden,
- die gesamte Handelskette, d. h. vom Bündler bis zum Einzelhandel bei der Suche nach Produktionspartnern und der Aufklärung und Bewerbung zur Steigerung des Bekanntheitsgrades von ökologisch erzeugten Zierpflanzen unterstützt werden,
- ein Wissenstransfer zwischen den Leitbetrieben, Forschungsanstalten, Beratungsinstitutionen und interessierten Zierpflanzenbetrieben sowohl konventionell, als auch biologisch wirtschaftend durch die Einrichtung von Netzwerken auf den verschiedenen Ebenen des Projektes und die Veröffentlichung von Ergebnissen erfolgen.
Der Wissenstransfer erfolgt, indem die Arbeitsergebnisse des Projektes dokumentiert und den Zielgruppen - interessierte Gärtner, Vermarkter, Multiplikatoren wie Politiker und Berufsstandvertreter, Berater und Verbraucher - zugänglich gemacht werden. Während der Laufzeit des Projektes werden Erkenntnisse und Zwischenergebnisse u. a. auf den Internetseiten www.oekolandbau.de, www.hortigate.de ,www.oekolandbau.nrw.de, in die Öko-Beraterdatenbank des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung, sowie in dem Forum der Arbeitsgemeinschaft Biozierpflanzen (nach Anmeldung bei der Anbaugemeinschaft werden die Zugangsdaten erteilt) veröffentlicht.
Kontaktadressen:
Wiebke Hönig
Bioland Beratung GmbH
wiebke.hoenig@bioland.de
Telefon 0 23 85 / 93 54 - 11
Dr. Karl Kempkens
Landwirtschaftskammer NRW
karl.kempkens@lwk.nrw.de
Telefon 02 28 / 7 03 - 14 56
Quelle: Projektinformation der Landwirtschaftskammer NRW
