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Stralsunder Brauerei und Bioland kooperieren

21.11.2007
Die Stralsunder Brauerei und Bioland unterzeichneten am 19. November einen Kooperationsvertrag. Ziel der ab sofort beginnenden Zusammenarbeit sei die Ausweitung der Bio-Anbauflächen und damit eine verlässliche Rohstoffversorgung der Brauerei mit Biogetreide.
Dabei sollen vor allem im regionalen Umfeld von Stralsund landwirtschaftliche Betriebe nach Bioland-Kriterien umgestellt werden. Die Stralsunder Brauerei ist die erste Bioland-Brauerei in Mecklenburg-Vorpommern. Markus Berberich, Geschäftsführer der Stralsunder Brauerei, hob die Bedeutung der Kooperation hervor: "Wir sind eine regionale Brauerei und wollen deshalb unsere Rohstoffe so weit wie möglich aus der Region beziehen. Wenn ein Produkt dort konsumiert wird, wo es hergestellt wird, haben alle Beteiligten den größten Nutzen: Landwirte, Brauer, Handel und nicht zuletzt die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern."
Seit September dieses Jahres bietet die Stralsunder Brauerei vier Biersorten der Marke Störtebeker in Bio-Qualität an. Weitere Bio-Getränke seien geplant. Bereits jetzt arbeite die Brauerei mit regionalen Bio-Bauern. Die landwirtschaftlichen Berater von Bioland werden durch die Kooperation weitere Bauern bei der Umstellung auf ökologischen Landbau beraten und begleiten. Carola Ketelhodt, Geschäftsführerin des Bioland Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern unterstrich die Bedeutung des Regional-Gedankens: "Mecklenburg-Vorpommern hat unter allen Bundesländern mit fast neun Prozent den höchsten Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche. Auf der anderen Seite liegt der Konsum von Bio-Lebensmitteln unter dem bundesdeutschen Durchschnitt."
Die Kooperation von Stralsunder Brauerei und Bioland soll dieses Ungleichgewicht günstig beeinflussen. "Mehr Bio aus der Region für die Region ist das Ziel", betonte Carola Ketelhodt. Die Kooperation zwischen der Stralsunder Brauerei und Bioland trage zu einer Ausweitung des Angebotes regional erzeugter Bioprodukte und zur Förderung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern bei. Ökologischer Landbau bedeute neue Arbeitsplätze, Sicherung bestehender Arbeitsplätze und gerechte Preise für die Landwirte. Darüber hinaus sei ökologischer Landbau auch aktiver Klimaschutz. So sei die CO2-Bilanz im ökologischen Pflanzenbau deutlich günstiger als im konventionellen Landbau. Auf den Anbau von Bio-Braugerste der Stralsunder Brauerei übertragen heiße das: Reduktion des CO2-Ausstoßes um die Hälfte. Markus Berberich ergänzte: "Zu den wirtschaftlichen und ökologischen Argumenten kommt noch eine kulturelle Ebene hinzu, denn die Menschen identifizieren sich mit einem heimischen Produkt stärker als mit Importware." Bereits jetzt stamme das Getreide für die vier neuen Störtebeker Bio-Biere überwiegend aus der Region. Durch das zusätzliche Bio-Engagement der Brauerei in der Region bewahrheite sich eine traditionelle Brauerweisheit mehr denn je: "Bier ist Heimat."
Mehr Informationen
Im Internet unter: www.stoertebeker.com
Quelle: Pressemitteilung Umweltkommunikation Laengenfelder
