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Studierende der Fachhochschule Münster lernen vom Konzept 'Bildung is(s)t gut!'

Logo der Fachhochschule Münster

02.12.2009

Eine Kantine verarbeitet zu 100 Prozent Bioprodukte. Die Mittagspause verläuft ohne Hektik in schönem Ambiente. Zukunftsvisionen? Studierende am Fachbereich Oecotrophologie an der Fachhochschule Münster untersuchten, wie solche Wünsche zu realisieren sind. Auftraggeber waren die Mittelstandsinitiative Ahlen (mia) und die prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH.

Impulse für das Thema holten sich die Erstsemester im Masterprogramm Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft an der Fritz-Winter-Gesamtschule. Sie hat im vergangenen Jahr das Konzept "Bildung is(s)t gut!" ins Leben gerufen und die Pausenversorgung auf Biokost umgestellt. Die Studentin Myrna Apel erläuterte: "Das funktioniert perfekt, weil Bio-Caterer, Schulleitung und -pflegschaft gut zusammenarbeiten." Ihre Kommilitonin Judith Sebastian ergänzte, der Erfolg sei auch der Eigeninitiative der Schüler zu verdanken, wie etwa ihrer Beteiligung am Küchendienst. Auch das so genannte Free-Flow-Konzept - jeder Essensgast stellt sein Menü selbst zusammen - gewährleiste eine erfolgreiche Umsetzung.

Weitere Anregungen für ihr Projekt bekamen die Studierenden im Betriebsrestaurant der LBS. Das Unternehmen hat die gesunde und regionale Verpflegung der Mitarbeiter in das Unternehmensleitbild aufgenommen. Betriebsrestaurantleiter Wolfgang Musik erklärte den Studierenden: "Meine Aufgabe ist es, den Kollegen aus dem Büro Abwechslungreiches und Gesundes zum Mittagstisch anzubieten." Das Finanzierungskonzept der Abteilung sei denkbar einfach: Die Personalkosten würden vom Unternehmen getragen, den Einkauf von Verbrauchsmaterialien und Lebensmitteln finanzierten Events. Die Rohwaren stammten überwiegend aus der nahen Region. Musik betonte: "Denn wir verdienen hier unser Geld, also müssen wir es auch hier ausgeben. Außerdem möchten meine Gäste wissen, woher ihr Steak kommt."

Die Eindrücke verarbeiteten die Masterstudierenden auf dem dreitägigen Workshop in der Zeche Westfalen in Ahlen. Hier entwarfen sie in einer Zukunftswerkstatt neue Konzepte für Verpflegungseinrichtungen. In Planspielen entstanden konkrete Beratungs- und Dienstleistungskonzepte, wie die "Gesund und munter Dienstleistung GmbH" als Serviceeinrichtung für betriebliche Ernährungsfragen oder das Unternehmen "Optima(h)l". Die Studierenden präsentierten die Konzepte auf der fiktiven "Zukunftsmesse 2020" den Vertretern von mia und prospektiv.

Grundlage aller Ideen waren drei Kriterien: gesundes, nachhaltiges Essen anzubieten, das Ambiente zu verbessern, zu informieren und aufzuklären. Studiengangskoordinatorin Magdalena Mucha ist sich sicher: "Beide Seiten profitierten von dem Projekt." Die Studierenden entwickelten praxisbezogene Beispiele für Geschäftsmodelle, die Initiatoren erhielten Ideen für die Zukunft.

Quelle: Pressemitteilung der Fachhochschule Münster


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