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Umweltpreis der Neumarkter Lammsbräu "Öko-Rente" verliehen

09.12.2004

Lammsbräu-Chef Dr. Franz Ehrnsperger konnte die Preisträger bei einer Presse-Konferenz Ende November begrüßen und erinnerte an die Entstehung der "Öko-Rente". 2001 habe er den Deutschen Umweltpreis erhalten und das Preisgeld in neue Technologien zur Herstellung und Abfüllung der ökologischen Biere investiert. Wie aus einer Pressemitteilung der Brauerei hervorgeht, werde durch diese Investition wesentlich weniger Energie verbraucht. Diese Kostenersparnis wird nun jährlich als Öko-Rente zur Förderung ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Denkens und Handelns verliehen.

Und dies sind die Preisträger 2004:

  • Kategorie Journalisten/Hörfunk: Christina Claus, Bayerischer Rundfunk
  • Kategorie Journalisten/TV: Redaktionsteam Hessischer Rundfunk (Hanne Rosemann, Juliane Hipp, Michael Ackermann, Judith König)
  • Kategorie Mitarbeiter: Willy Meyer, Neumarkter Lammsbräu

Christina Claus erhielt die Öko-Rente für die drei Beiträge:

  • Der große Kahlschlag - Flächenfrass in Bayern
  • Aus dem Labor frisch auf den Tisch - kleine Nahrungsphilosophie
  • Vom "Natürlichen Landbau" zu "Naturland" - die Geschichte der Bio-Bewegung

Der erste Beitrag befasst sich anhand verschiedener Beispiele mit dem enormen Flächenverbrauch für Autobahnen, Straßen und Gewerbegebiete in Bayern. Für die Automatisierung werden neben Dörfern und Innenstädten vor allem unberührte Landschaften wie Feuchtgebiete geopfert Der Beitrag übt Kritik an dieser Haltung und plädiert für die Verdichtung bestehender Nutzflächen.
Der Kurzbeitrag zur Nahrungsphilosophie befasst sich mit dem Thema Convenience-Produkte und Designer-Lebensmittel und lässt sich mit folgendem Zitat zusammenfassen: "Die Verantwortung für unsere Ernährung haben wir längst delegiert, seit die Chemiefabriken zur Einheitsküche der Nation avancierten."
Im Beitrag "Vom 'Natürlichen Landbau' zu 'Naturland'" wird die Entwicklung der ökologischen Landbauverbände in Deutschland, deren philosophische Unterschiede sowie deren Gemeinsamkeiten erläutert. Die Beschreibung erfolgt anhand der biologisch-dynamischen Landwirtschaft eines Betriebs, dessen Umstellung bereits 1950 erfolgte.
Der TV-Beitrag von Redakteurin Hanne Rosemann und dem Autorenteam Juliane Hipp, Michael Ackermann und Judith König beschreibt die Grundlagen und Möglichkeiten der Gentechnik. Die Problematik der Agro-Gentechnik, wie z.B. die Verringerung der Artenvielfalt oder die Ungewissheit der Langzeitwirkung auf Mensch und Natur wird ausführlich dargelegt. Zudem befasst sich der Beitrag mit der Kennzeichnungspflicht und der Analyse von gentechnisch veränderten Lebensmitteln. Auch die mögliche Beeinflussung der Bio-Landwirtschaft durch konventionellen Anbau mit genmanipulierten Pflanzen wird diskutiert. Des Weiteren befasst sich das Redaktionsteam mit dem Aspekt, ob durch Gentechnik höhere Erträge erwirtschaftet werden können.
Willy Meyer sorgte bei der Neumarkter Lammsbräu für ganz praktische Verbesserungen: Durch die Anbringung eines Laubschutzes in den Dachrinnen, die an die Regenwasser-Sammelanlage angeschlossen sind, wurde das Regen-Sammelsystem optimiert.


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