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Welternährung als große Herausforderung für den neuen Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel

Logo Naturland und Weltladen-Dachverband

19.11.2009

Angesichts der globalen Probleme wie Klimawandel und Ernährungskrise tritt der neue Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, ein verantwortungsvolles Amt an. Naturland und der Weltladen-Dachverband wünschen ihm im Rahmen ihrer Kampagne "Öko + Fair ernährt mehr!" für die bevorstehenden Entscheidungen viel Kraft und Mut. Der Naturland-Vorsitzende Hans Hohenester machte deutlich: "Bei über einer Milliarde hungernder Menschen weltweit steht die Weltgemeinschaft vor einer sehr großen Herausforderung. Dieser Verantwortung darf sich die Bundesrepublik Deutschland und damit auch die FDP keinesfalls entziehen."

Werden die Millennium Development Goals bis 2015 erreicht?

Die Vorstandsvorsitzende des Weltladen-Dachverbands Maria Gubisch mahnte: "Die globale Herausforderung der Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung muss endlich ernst genommen werden. Die 'Millennium-Entwicklungsziele' können nur erreicht werden, wenn alle Verantwortlichen zielgerichtet, effizient und mit Hochdruck an dieser Aufgabe arbeiten." Dirk Niebel nannte in seiner Antrittsrede selbst die Nahrungsmittelkrise 2008 als Indikator, dass ländliche Entwicklung ein wichtiger Schwerpunkt seiner Legislaturperiode sein muss. Naturland und der Weltladen-Dachverband unterstützen dies und weisen mit Bezug auf die Forderungen des Weltagrarrats darauf hin, dass die Förderung kleinbäuerlicher Strukturen wie im Fairen Handel zwingend erforderlich ist.

Forschungsgelder für den Ökolandbau statt für Agro-Gentechnik

Gemäß den Ausführungen der Koalitionsvereinbarung soll der Ökolandbau künftig mit höheren Forschungsmitteln ausgestattet werden. Naturland und der Weltladen-Dachverband fordern die Einhaltung dieser Ankündigung, damit die Steuergelder im Gegensatz zu dem nicht gewollten Einsatz in der Gentechnikforschung endlich dem Verbraucherwunsch entsprechen. Zugleich ist die Erhöhung der Forschungsmittel für den Ökolandbau ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Ernährungssicherung weltweit. Fairer Handel und Ökolandbau können einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherung beitragen.

Laut der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten aktuellen Studie mit dem Titel "Ökologischer Landbau und Fairer Handel in Entwicklungsländern" (Herausgeber: Universität Kassel zusammen mit dem Tropeninstitut - DITSL) sind Wissensvermittlung und Bewusstseinsbildung zentrale Punkte für den Erfolg des Ökolandbaus in den Ländern des Südens. Deshalb begrüßen der Anbauverband Naturland und der Weltladen-Dachverband das Bestreben, die Weiterbildung zu fördern, wie Dirk Niebel in seiner Antrittsrede betonte. Die Weiterbildung im Bereich Ökolandbau und die Förderung des Fairen Handels sind nach Ansicht der beiden Verbände im Bezug auf nachhaltige Ressourcennutzung unter dem Aspekt des Klimaschutzes unabdingbar.

Quelle: Pressemitteilung von Naturland und Weltladen-Dachverband


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