oekolandbau.de - Das Informationsportal



Aktuelles

RSS-Feed abonnieren

Abonnieren Sie die Oekolandbau-Nachrichten als RSS-Feed:

Mehr Informationen

Newsletter

Neues aus der Biobranche - kostenlos als E-Mail!

  • oekolandbau.de Newsletter: Aktuelle Infos rund um den Biolandbau - jeden Freitag neu
  • Forschungs-Newsletter: Aktuelles aus der Ökolandbau-Forschung
  • Rezeptservice BIOMomente - Immer ein Genuss: Jede Woche ein neues Rezept

Mehr Informationen und Anmeldung

Nachrichten

WWF fordert Ausbau des Ökolandbaus in Deutschland

Logo des WWF

25.11.2010

Der World Wide Fund for Nature (WWF) in Deutschland fordert die Bundesländer und die Bundesregierung  auf, an der Förderung und dem Ausbau des Ökolandbaus festzuhalten. In Schleswig-Holstein, Brandenburg und Baden-Württemberg gibt es Pläne, die Förderung zu streichen oder deutlich zu reduzieren. Dies könnte das Aus für zahlreiche Biolandwirte bedeuten, befürchtet der WWF.

Parallel haben die Regierungsparteien im Bund auf der jüngsten Haushaltsbereinigungssitzung die Kürzung von Forschungsgeldern für den Ökolandbau beschlossen. Die WWF-Agrarexpertin Tanja Dräger kritisierte: "Die Koalition stellt sich gegen ihre offiziellen Beteuerungen und handelt gegen die Verbraucher, denen es immer wichtiger wird, gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel zu essen." Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Naturschutz halten 83 Prozent der Deutschen die Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft für wichtig.

In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Deutschland zum Ausbau des Ökolandbaus verpflichtet. Der Beschluss steht zudem im Gegensatz zum Koalitionsvertrag, der ein gleichberechtigtes Nebeneinander von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft bei einer gleichbleibend hohen Forschungsförderung vorsieht. Nach Ansicht des WWF ist die Ökolandwirtschaft besonders für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt wichtig.

Begründet wird die Kürzung der Forschungsmittel damit, die Mittel seien in der Vergangenheit nicht ausgeschöpft worden. "Wir halten das für vorgeschoben", so WWF-Expertin Dräger. "Nach unseren Informationen gab es ausreichend Anträge." Außerdem habe das Bundeslandwirtschaftsministerium nur wenige Tage nach dem Beschluss Projekte gestoppt, die in der letzten Bewilligungsphase waren. "Auch das stellt die offizielle Begründung massiv in Frage. Unsere Vermutung ist eher, dass die Gelder bereits für andere Projekte vorgesehen waren, die mit den bisherigen Förderrichtlinien nicht hätten gefördert werden können", sagte Tanja Dräger.

Die Koalition plant, künftig "andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft" aus dem Topf zu fördern, der eigentlich für den Ökolandbau vorgesehen war. Der CDU/CSU- Berichterstatter zum Haushalt etwa, Georg Schirmbeck, sieht nun die Entwicklung regionaler Marken als förderwürdig an, unabhängig davon, welche Form der Landwirtschaft sich dahinter verbirgt. Ebenso sollen die Gelder für Werbekampagnen geöffnet werden. Der WWF bezweifelt, dass die Bundesregierung so ihr Ziel erreichen wird, den Flächenanteil des ökologischen Landbaus von derzeit 5,6 Prozent auf 20 Prozent in den nächsten Jahren zu erhöhen.

Quelle: Pressemitteilung des WWF Deutschland


Seitenende