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Mehr Infos

Literatur-Tipps

  • Thomas van Elsen, Daniel Götz: Naturschutz praktisch. Ein Handbuch für den ökologischen Landbau, Bioland Verlag, 2000

Portal-Tipp

Erzeuger Bereich

Baumschulen

Internet-Info

  • externer Link folgtwww.nabu.de
    Hintergrundinformationen zum Heckenpflanzen oder Anlegen einer Benjeshecke.

Hecken pflanzen rund um den Bio-Hof

 

Anpacken für den Naturschutz

Hecke - neues Fenster: zur vergrößerten Ansicht
© BLE/ D. Manzler
  • Initiator/ Impulsgeber: Betriebsleiter Erzeugerbereich
  • Akteure: Betriebsleiter und Mitarbeiter des Bio-Hofes, Kunden, regionale Naturschutz- und Jugendgruppen, Schulklassen
  • Zielgruppe: Kunden, Jugendgruppen, Naturschutzgruppen, Vereine, Schulklassen
  • Zielsetzung: Kundenbindung und praxisnahe Informationsvermittlung durch aktive Gestaltung des Hof-Umfeldes in einer Gemeinschaftsaktion
  • Teilnehmerzahl: Bis zu 50 Teilnehmer
  • Jahreszeit: Frühjahr oder Herbst wegen idealer Pflanzvoraussetzungen
  • Zeitrahmen: ca. vier Wochen Planung
  • Veranstaltungsdauer: Ein Tag
  • Voraussetzungen: Ausreichend Fläche um den Hof bzw. um die Ackerflächen des Hofes herum
  • Varianten der Aktion: Anlegen eines Teiches auf dem Bio-Bauernhof, Anlage einer Benjes-Hecke
 

Die Idee

Bio-Bauern gestalten die Landschaft und tragen durch Maßnahmen wie Heckenpflanzungen um den Hof aktiv zum Naturschutz in der Region bei. Laden Sie Kunden, regionale Jugend- und Naturschutzgruppen, örtliche Vereine ein, Sie bei dieser Gemeinschaftsaktion zu unterstützen und ebenfalls einen Beitrag zu leisten und dabei Interessantes rund um den ökologischen Landbau zu erfahren.

 

Die Planung

Mögliches Programm:

  • Begrüßung und Anleitung
  • Bäume und Sträucher pflanzen (mit Zwischenmahlzeiten)
  • Dabei Geschichten zur Landschaft, dem Boden und den Pflanzen erzählen
  • Anschließend rustikale Brotzeit auf dem Hof

Verpflegungstipps

Wer gut (und auch noch umsonst) arbeitet, muss gut und ausreichend verpflegt werden. Bereiten Sie deshalb für die Gruppe ein deftiges Bio-Frühstück, eine warme Suppe als Mittagessen und abends eine rustikale Brotzeit mit Bio-Bier vor. Sorgen Sie dafür, dass während der Arbeit immer ausreichend Getränke zur Verfügung stehen; auch warme Getränke, Kaffee, Tee anbieten

Sonstige Tipps

  • Die Aktion lässt sich auch mit lokaler "Prominenz" oder mit Führungskräften aus der Wirtschaft durchführen. So pflanzten Mitarbeiter einer Bank auf dem Bauckhof in Amelinghausen eine 7,5 km lange Heckenstraße und lernten so den Demeter-Hof kennen. Eine solche Aktion ist dann auch für die Medien von großem Interesse.
  • Auf gute Anbindung der Hecken zum Dorf achten
  • Pflanzgut so planen, dass immer etwas Blühendes dabei ist: Januar: wilder Jasmin, Februar: Hartriegel, März: Weiden etc. Außerdem Fruchtgehölze einplanen wie Wild-Mirabellen, Holunder, Nüsse. Auf die Bodenbeschaffung achten und geeignete Gehölze einplanen.
  • Fotoapparat nicht vergessen
  • Für alle Fälle Verbandskasten mit Desinfektionsmittel und Pflaster mitnehmen

Kosten

  • Örtliche Geschäftsleute/ Vereine als Sponsoren der Naturschutz-Aktion anfragen
  • Pflanzmaterial
  • Verpflegung für die freiwilligen Helfer

Lokale Medienarbeit

Kündigen Sie die Gemeinschaftsaktion mit einer Pressemitteilung über die lokalen Medien an. Laden Sie auch die Medienvertreter ein, persönlich bei der Aktion mitzumachen oder mit einem Fotografen zu besuchen. Zum Abschluss der Aktion können Sie den Bürgermeister sowie die Medien zu einem Fototermin
mit Öko-Imbiss einladen.

Personalbedarf

Je nach Teilnehmerzahl, pro vier bis sechs externe Teilnehmer ein Mitarbeiter des Hofes (auch Auszubildende und Praktikanten einsetzen), ausreichend Personal für die Vorbereitung der Mahlzeiten

Kontaktsuche/ Kooperationspartner

Fragen Sie Kunden, regionale Jugend-, Natur- und Vogelschutzgruppen, BUND-Gruppen, örtliche Agenda-Gruppen, engagierte Vereine, Schulklassen,
Unternehmen, Förster, Jäger an, ob sie die Aktion aktiv unterstützen.

Rechtliche Aspekte

  • Teilnehmer schriftlich darauf hinweisen, dass sie auf eigene Verantwortung mitmachen
  • Klären Sie für alle Fälle mit der Betriebshaftpflichtversicherung, ob Schadensfälle auch bei den externen Helfern abgedeckt sind.
  • Kinder müssen vorab eine schriftliche Erlaubnis der Eltern vorlegen.
 

Die Checkliste

Vier Wochen vorher

  • Pflanzgebiet aussuchen
  • Bedarf an Pflanzgut errechnen
  • Eventuell Pflanzgut über den Forst beschaffen sowie örtliche Geschäftleute/ Vereine als Sponsoren der Naturschutz-Aktion anfragen
  • Pflanzgut bestellen
  • Werkzeug (Schaufeln, Spaten, Haken) überprüfen
  • Draht zum Einzäunen bestellen
  • Kooperationspartner wegen Unterstützung ansprechen, weitere Adressen von potenziellen Helfern recherchieren
  • Termin festlegen
  • Handzettel und Plakate erstellen und kopieren

Drei Wochen vorher

  • Direktmailing (schriftliche Anfrage) an potenzielle Helfer, Gruppen, Vereine usw.
  • Handzettel im Laden und über Abo-Kisten verteilen, Plakate aufhängen
  • Presseerklärung mit Terminankündigung und Mitmach-Aufruf an lokale Medien schicken
  • Gegebenenfalls lokale "Prominenz" schriftlich einladen
  • Dienstplan für den Tag mit Team besprechen
  • Verpflegungsplan und Einkaufsliste erstellen und Kosten kalkulieren

Zwei Wochen vorher

  • Ausreichend Geschirr und gegebenenfalls Tische und Bänke für die Brotzeit organisieren
  • Fotoapparat organisieren/ checken

Eine Woche vorher

  • Anmeldungen checken und bestätigen, bei zu vielen Rückmeldungen absagen und weiteren Termin planen
  • Ablaufplan mit Mitarbeitern besprechen
  • Bei den Medien nachtelefonieren, ob jemand kommen kann oder ein kleiner eigener Bericht mit Foto erwünscht ist
  • Draht an die Pflanzstrecke bringen

Drei Tage vor der Aktion

  • Pflanzstrecke fräsen, zwei-reihig mit 1,5 Metern Abstand von Reihe zu Reihe
  • Pflanzgut holen oder liefern lassen

Am Tag der Aktion

  • Werkzeug bereitlegen
  • Verpflegungsplätze festlegen und Anlieferung organisieren
  • Küchen-Organisation, Vorbereitung der Mahlzeiten
  • Pflanzgut an die Pflanzstrecke fahren
  • Ausreichend Getränke bereithalten
  • Teilnehmer in Gruppen einteilen
  • Anleiten der Gruppen (Pflanzen im Abstand von etwa 75 cm versetzt in den Reihen einsetzen)
  • Pausen vereinbaren mit jeweiligen Proviantpaketen bzw. Zwischenmahlzeiten
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