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Literaturtipp

Praxishandbuch Biolebensmittel - Basisliteratur zur Verarbeitung von ökologischen Lebensmitteln

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Überlegungen zum Einstieg in den Ökomarkt

 
Produktauswahl

Am Beginn der Überlegungen zum Einstieg in den Biomarkt ist zu prüfen, ob und in welchem Umfang bei den bisherigen Handelspartnern Interesse an einem Biosortiment besteht. Darüber hinaus muss recherchiert werden, welche Chancen zum Beispiel der Naturkostfachhandel für den Absatz der Bioerzeugnisse bietet.

Es muss sehr genau geklärt werden, für welches Marktsegment und für welche Kunden produziert werden soll und was deren Anforderungen sind. Eine Marktrecherche sollte der Produktentwicklung vorangehen.

Sowohl die Produktentwicklung als auch der Markenauftritt wird im deutschen Markt für den Naturkostbereich üblicherweise anders gestaltet als für den konventionellen Markt.

Bei den Herstellern von Vorprodukten ist eine sehr genaue Beschaffungs- und Absatzplanung dringend geboten. Insbesondere bei der Beschaffung größerer Mengen an Rohwaren können, abweichend vom konventionellen Bereich, immer noch Beschaffungsengpässe entstehen.

Biobereich - eigener Geschäftsbereich

Ein Lebensmittelproduzent muss nicht seinen gesamten Betrieb umstellen: Eine parallele Produktion von konventioneller und ökologischer Ware ist möglich. Voraussetzung ist eine zeitlich oder räumlich getrennte Lagerung und Herstellung.

Aufgrund der eigenständigen Vermarktungswege im Naturkosteinzelhandel und der notwendigen Produktprofilierung, sollte angedacht werden, dass Biosortiment wie einen eigenen Geschäftsbereich zu handhaben. Im günstigsten Fall übernimmt ein Mitarbeiter oder ein Mitarbeiterstab den Gesamtbereich "Bio" des Betriebes. Dieser kann dann alle Abläufe von der Beschaffung der Rohstoffe über die Fertigung, Etikettierung und Werbung bis hin zur Kontrolle mitgestalten. Für die Produktentwicklung und die Umstellung der Rezepturen muss genügend Kapazität eingeplant werden.

Einstieg in den internationalen Markt

Betriebe, die für den internationalen Markt produzieren wollen, müssen sich bei ihren Marktpartnern nach den im Importland geltenden Richtlinien erkundigen. 

Eine große Sicherheit der Akzeptanz im internationalen Markt bietet die Zusammenarbeit mit einer Zertifizierungsorganisation, die nach IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) akkreditiert ist. Die IFOAM ist der internationale Dachverband der ökologischen Anbaubewegung und hat international akzeptierte Basis-Richtlinien erarbeitet. Eine Reihe von Zertifizierern ist mit ihren eigenen Richtlinien nach diesen Basis-Richtlinien akkreditiert. Bei ihnen kann die internationale Zertifizierung nach IFOAM beantragt werden.

Letzte Aktualisierung: 20.12.2011

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