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Hof Butendiek

 
Käseherstellung, Copyright: Butendiek

Als vor 20 Jahren die Entscheidung fiel, den Familienbetrieb Hof Butendiek nach Bioland-Richtlinien zu bewirtschaften, entstand auch die Idee die eigene Milch selber zu verarbeiten.

Abseits an der deutschen Nordseeküste gelegen, gab es in der Nähe keine Molkerei, die bereit war, den Mehrpreis für biologische Milch zu zahlen. Der Weg der eigenen Verarbeitung war dadurch vorgezeichnet. Inzwischen bietet die Hofkäserei der Betriebsleiterin, mehreren Vollzeitkräften und nach Bedarf auch Aushilfen und Praktikanten einen interessanten Arbeitsplatz.

Auch die Vermarktung konnte bei diesem Standort zunächst nur über den Biogroßhandel erfolgen. Die Belieferung des Einzelhandels und ein kleiner Hofladen kamen hinzu. Inzwischen werden rund zwei Drittel der Milch in der eigenen Käserei zu Rohmilchschnittkäse und Frischkäse verarbeitet. Die verbleibende Restmilch wird an die Molkerei Söbbeke verkauft.

2008 hat der Hof Butendiek die Zulassung als EU-Molkereibetrieb erhalten.

Die Produkte

Blick auf ein volles Käseregal, Copyright: Butendiek

Der Schnittkäse wird in 3-kg-Laiben in zwölf verschiedenen Geschmacksvarianten von jung bis mittelalt angeboten. Der Frischkäse kommt nach Jahren der Entwicklungsarbeit als Quartett daher. Begonnen wurde mit Kuno, einer Zubereitung mit Knoblauch und Kräutern in Olivenöl eingelegt und seiner Freundin Käthe einer scharfen Paprikamischung ebenfalls in Öl eingelegt. Sultans Freude (orientalische Gewürzmischung) und Chin Po (chinesische Gewürzmischung) sind jüngere Kreationen, die einen Hauch Exotik in die norddeutsche Käserei zaubern und Beleg für die Innovationsfreude des Betriebes sind.

Da im Durchschnitt an vier Tagen in der Woche ca. 1.000 Liter Milch verarbeitet werden, richtet sich der gesamte Betriebsablauf stark nach den Anforderungen der Käserei. In den zehn Jahren ist die Käserei deshalb immer wieder erweitert und verändert worden, um die wachsenden Anforderungen an Milchmenge und Käsequalität zu erfüllen.

Anforderungen an die Milchgewinnung

Verschiedene Käsesorten, Copyright: Butendiek

Auch bei der Milchgewinnung steht seit der Aufnahme der Milchverarbeitung die Käsereitauglichkeit der gewonnenen Rohmilch im Mittelpunkt. Nur aufwendige Hygienemaßnahmen vor und während des Melkens sowie eine optimale Futterbergung können hier den selbst gesetzten Anforderungen gerecht werden. Da in der Milchverarbeitung ohne Zusätze gearbeitet wird, ist ein besonderes Augenmerk auf die Fütterung zu legen.

Nach jahrelangem Experimentieren mit unterschiedlichen Arten der Silageproduktion und –fütterung werden auf dem Hof zwei Milchvieherden gehalten. Die eine Herde bekommt keine Silage verfüttert, die Milch dieser Kühe wird für die Schnittkäseproduktion eingesetzt. Einer zweiten Herde wird unter anderem auch Silage verfüttert, so dass aus der Milch dieser Tiere Frischkäse hergestellt werden kann.

Wenn auch die Produktionskosten der Milch durch das kostenintensive Futter und die Haltung von zwei Herden relativ hoch sind, so zeigt ein Blick in den Käsekeller, dass sich die Bemühungen gelohnt haben.

Kontakt:

Hof Butendiek   
Jürgen und Maike Cornelius-Bruns   
Reitlander Str. 1   
26937 Seefeld

Tel: 04734 - 218   
Fax: 04734 - 216
E-Mail: Hof-Butendiek@t-online.de

Letzte Aktualisierung: 19.08.2011

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