oekolandbau.de - Das Informationsportal



Mehr Infos

Portaltipps

Tipps für erfolgreiches Verkaufen (Händlerbereich)

Weiterbildung

Weblinks

Beitrag der Süddeutschen Zeitung zu Vermarktung frischer Backwaren durch Aldi (21.12.2009)

Vom 17. bis 20. Februar 2010 findet die Weltleitmesse für Bioprodukte in Nürnberg statt.

Februar 2010: Harte Konkurrenz bei der Backwarenvermarktung

 

Der Handelskonzern Aldi rüstet sich derzeit für einen großen Coup: Er möchte zukünftig in fast allen seiner 1.800 Filialen frisch gebackenes Brot und Brötchen vermarkten. Die Endverarbeitung in den Filialen erfolgt vollautomatisch. Magazine mit  Rohlingen werden an die Anlage angedockt, der Kunde wählt seine Ware aus, die dann in einem für ihn nichteinsehbaren Ofen frisch aufgebacken wird. Solche Investitionen kosten Geld - in der Presse wird berichtet, dass die gesamten Investitionen das Unternehmen rund 200 Millionen Euro kosten werden.

Bei Versuchen auf Testmärkten lag Aldi bei der Preisgestaltung auf dem Niveau von Back-Discountern und somit 30 bis 50 Prozent unter dem von handwerklichen Bäckereien. Zwar verkaufte Aldi bereits seit Jahrzehnten Backwaren, jedoch ist mit diesem neuen Schritt mit Auswirkungen für die gesamte Branche zu rechnen. Denn auch andere Discounter werden mit vergleichbaren Angeboten nachziehen. Somit steht zu befürchten, dass auch klein- und mittelständische Unternehmen unter Preisdruck geraten.

Aldi ist verschwiegen, Informationen über Strategien des Unternehmens stammen aus Marktbeobachtungen, offizielle Stellungnahmen von Aldi gibt es üblicherweise keine. Auch Lieferanten werden zu Verschwiegenheit verpflichtet. Somit kann es auch nur Spekulationen über die Zusammensetzung des zukünftigen Backwarensortiments und eventuelle Bioanteile von Aldi geben.

Brotlaibe auf einem Holzregal. Klick führt zu Goßansicht im neuen Fenster.
Die große Produktvielfalt bei Bioprodukten erfordert eine Profilierung der Anbieter. Diese Biobrote stammen aus handwerklicher Produktion.
Foto: D. Menzler

Diesen anstehenden Änderungen und Neuverteilungen sollten sich Bäckereien bewusst stellen. Die Einführung oder der weitere Ausbau eines Biosortiments können bei der Entwicklung eines nachhaltigen Betriebskonzeptes eine Schlüsselrolle einnehmen. Aktuelle Marktanalysen belegen, dass 40 Prozent der Kunden von Handwerksbäckereien Interesse an Biobackwaren haben. Zudem wurde festgestellt, dass die Kunden von Handwerksbäckereien dem Fachhandel üblicherweise sehr treu sind. Jedoch sind diese Kunden auch anspruchsvoll, sie möchten als Stammkunden gepflegt und mit attraktiven Sortimenten gelockt werden.

Die folgenden Beiträge zeigen, wie sich Betriebe mit Bio(teil)sortimenten profilieren können.

 

Einkaufsvorlieben von Bäckereikunden

40 Prozent der Kunden in Handwerksbäckereien sind interessiert an Biobackwaren. So lautet das Ergebnis einer Verbraucherstudie des Lehrstuhls Marketing für Lebensmittel der Universität Göttingen, die von der Wolf ButterBack KG, Fürth gefördert wurde.

Einkaufsvorlieben von Bäckereikunden

Sortiment und Marketing bei Mischbäckereien

Traditionelle Handwerksbäckereien mit einem zusätzlichen Bioangebot bewerten ihren Einstieg in das Biosegment positiv und möchten ihr Engagement in diesem Bereich ausbauen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Biobackwaren das übrige Angebot aus Sicht der Kunden nicht deklassieren.

Sortiment und Marketing bei Mischbäckereien

Erfolgsfaktoren von Biobäckereien

Reine Biobäcker agieren in ihrer Branche vielfach als "marktorientierte Überzeugungstäter", die marketingaktiver und mit dem ökonomischen Erfolg ihres Betriebes zufriedener sind als Bäckereien mit einem Mischsortiment aus konventionellen und Biobackwaren.

Erfolgsfaktoren von Biobäckereien

Einstieg in die Biobackwarenherstellung

Beim Einstieg in die Bioverarbeitung und -vermarktung sind einige Grundlagen zu beachten. Neben zusätzlichen gesetzlichen Anforderungen sind auch betriebswirtschaftliche Überlegungen anzustellen.

 

Überlegungen zum Marktauftritt

Die Konzepte und auch die Kundengruppen handwerklicher Bäckereien unterscheiden sich teilweise gravierend. Somit sollte vor einer Markteinführung oder Sortimentsänderung geprüft werden, ob das geplante Sortiment zum eigenen Unternehmen passt.

Letzte Aktualisierung: 04.02.2010

Seitenende