oekolandbau.de - Das Informationsportal



Mehr Infos

Weblinks

Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE)

externer Link folgtKrisenmanagement: Dienstleistungen des BVE

Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am 25.05.2010

externer Link folgtDioxin in Bioeiern - Informationen zum Kenntnisstand (PDF-Datei)

Naturland

externer Link folgtPressemeldung: Dioxin im Biofutter

Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vom 5.5.2010

externer Link folgtBewertung von Dioxingehalten in Eiern auf Grund einer Warnung im EU-Schnellwarnsystem (PDF-Datei)

Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum in Baden-Württemberg

externer Link folgtDioxin in Eiern aus Auslaufhaltungen (PDF-Datei)

Juni 2010: Krisenmanagement

 

Die Schlagzeilen zum Thema Bio waren in den letzten Wochen wenig erbaulich. Nachrichten über die Verunreinigung von Lebensmitteln mit Dioxin beherrschten das Bild.

Frau vor Analysenapparatur. Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster.
Positive Analysenergebnisse können schnell negative Auswirkungen haben.
Foto: T. Stephan

Die Kontrollstelle KAT hat bei Routineuntersuchungen von Eiern verschiedener Betriebe Dioxingehalte festgestellt, die über dem gesetzlichen Grenzwert liegen. Nachforschungen ergaben, dass die Eier von Tieren stammten, die mit Mischfuttermitteln gefüttert wurden. Diese enthielten mit Dioxin kontaminierten Biomais aus der Ukraine. Import-Mais wurde eingesetzt, da in Westeuropa im letzten Jahr nicht genug Biokörnermais geerntet wurde.

Dioxin ist in Europa mittlerweile allgegenwärtig. Aufgrund von unkontrollierten Müllverbrennungen, aber auch durch Hausbrände und industrielle Prozesse kommt es in Europa zu unterschiedlich starken Kontaminationen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Weitere Eintragsquellen können die unsachgemäße oder fachlich falsche Trocknung von Getreide sein.

Da die gesetzlichen Grenzwerte bei den untersuchten Eiern überschritten wurden, ist die Ware aus lebensmittelrechtlicher Sicht nicht verkehrsfähig. Der einmalige Konsum von zwei bis drei Eiern würde laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) reichen, um die tägliche tolerierbare Aufnahmemenge um den Faktor 2 zu überschreiten. Das BfR kam jedoch auch zu dem Schluss, dass bei kurzfristigem Verzehr von den betroffenen Eiern keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten sei.

Solche Probleme können in der Lebensmittelwirtschaft jederzeit auftreten. Davor ist auch die ökologische Lebensmittelwirtschaft nicht gefeit. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld mit den erforderlichen Maßnahmen des Krisenmanagements auseinanderzusetzen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Kommunikation mit Kunden, Geschäftspartnern und Kontrollinstanzen
  • Rückverfolgbarkeit
  • Rückruf

Weitere Informationen

Mit Beratung am Ball bleiben

Bei der Ausarbeitung von geeigneten Konzepten für das Krisenmanagement können Verbände und Dienstleister helfen. Die Aspekte sind hierbei vielschichtig; neben den Fachkäften der Ökobranche können in einem Netzwerk auch weitere Experten notwendig sein.

Checkliste Bioverarbeitung

Die Anforderungen der Guten Ökologischen Herstellungspraxis und der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau als Basis nehmend, hilft eine Checkliste bei der Beurteilung der im Betrieb implementierten Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

Checkliste Bioverarbeitung

Rückverfolgbarkeit

Insbesondere im Krisenfall ist es wichtig, schnell herauszubekommen, woher die verwendeten Rohstoffe stammen und in welchen Chargen sie eingesetzt wurden. Neben der Rückverfolgbarkeit im eigenen Unternehmen ist die Produktionsketten übergreifende Rückverfolgung über mehrere Kettenglieder oftmals relevant. Hier helfen Branchenlösungen weiter. Technische Rückverfolgbarkeitssysteme werden von einzelnen Unternehmen auch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt. Dies gibt dem Verbraucher die Möglichkeit, sich über die Integrität des Unternehmens zu informieren.

Rückverfolgbarkeit

Qualitätsmanagementsysteme

Angepasste und praxisnahe Qualitätsmanagementsysteme sind die Basis für eine sichere Lebensmittelproduktion - zudem auch eine optimale Grundlage im Krisenfall.

Qualitätsmanagementsysteme

Rückstände in Biolebensmitteln

Rückstände in Biolebensmitteln rufen oft Zweifel an der Bioqualität hervor. Hier gilt es, die Ursachen zu ermitteln und die Kontamination zu bewerten. Lesen Sie mehr in den Beiträgen zum Thema:

Rückstände in Biolebensmitteln.

Drittlandsimporte

Der Bezug von aus Drittländern importierter Ware wird oftmals als risikobehafteter dargestellt als der von regionaler Ware. Fehlende soziale Kontrolle sowie teilweise schlechtere technische Produktionseinrichtungen sind hierbei vermutete Ursachen. Im Rahmen eines  Forschungsprojektes wurden relevante Risikofaktoren und -bereiche identifiziert.

Qualität: Drittlandsimporte

Letzte Aktualisierung: 02.06.2010

Seitenende