März 2010: Mit Fairness in die Nachhaltigkeit
Die diesjährige BioFach hat gezeigt, dass die Einhaltung fairer Produktionsbedingungen der Biobranche sehr gut ansteht. Bei der Sonderschau "Organic + Fair" wurden nach Fair Richtlinien zertifizierte Bioprodukte präsentiert. Das Spektrum umfasste neben Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln auch Kosmetika und Kleidung. Das Thema fand sich auch im Messe begleitenden Kongress wieder. Hier wurden 14 Veranstaltungen im "Fair & Ethical Trade Forum" angeboten.
Auf der BioFach 2010 stellte der Naturland Verband seine neue Fair Zertifizierung vor. Die bestehenden umfassenden Richtlinien des Bioverbandes wurden durch weitere Anforderungen, die auf der "Grundsatzcharta für den Fairen Handel" entstanden sind, ergänzt. Beispielsweise werden soziale Verantwortung, verlässliche Handelsbeziehungen, faire Erzeugerpreise und regionaler Rohstoffbezug gefordert.
Bei der Ausarbeitung der Richtlinien wurden einerseits die Bedürfnisse von Kleinbauern und deren Genossenschaften in benachteiligten Ländern berücksichtigt. Anderseits wurden auch die Belange von Erzeuger- und Verarbeiterbetrieben in Ländern, die Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind, beachtet. Unternehmen, die sich dieser freiwilligen Zertifizierung unterstellen, können nach erfolgreicher Zertifizierung ihre Produkte mit dem Logozusatz "Fair" auszeichnen.
Der Weltladen Dachverband versucht in seiner Kampagne "Öko + fair ernährt mehr!" über eine zukunftsfähige Welternährung zu informieren. Hierbei kooperiert er mit dem Naturland Verband.
Dieser Prozess ist eine konsequente Weiterentwicklung der ökologischen Lebensmittelwirtschaft zu einer nachhaltigen Lebensmittelwirtschaft. Neben der ökologischen Landwirtschaft zählen hier die Fairness im Handel, die sozialen Bedingungen für die produzierenden Menschen und auch die Nachhaltigkeit der Produktionsmethoden zu den zentralen Anforderungen.
Weitere Informationen
Fair Zertifizierung
Zertifizierungen sind Biobetrieben gut bekannt. Auch im Bereich des Fairen Handels gibt es Möglichkeiten, über Zertifizierungen nachzuweisen, dass seriöse Standards von Dritten geprüft werden.
Betriebsporträt der Upländer Bauernmolkerei
Die Upländer Bauernmolkerei wurde 2005 für ihre "Erzeuger-fair Milch" und ihr neuartiges und gut durchdachtes Marketingkonzept mit dem Innovationspreis "Bio-Lebensmittel-Verarbeitung 2005" in der Kategorie Mittelstand ausgezeichnet. Lesen Sie mehr über das innovative Unternehmen:
Betriebsporträt Upländer Bauernmolkerei
Vertikale Kooperationen
Trotz aller Professionalisierung in der Bioszene gibt es insbesondere aufgrund von Kapitalmangel und logistischen Problemen oftmals Probleme bei der Erschließung des Ökomarktes. Im folgenden Beitrag finden Sie Hinweise auf analytische Werkzeuge, damit Sie Problemsituationen richtig einschätzen und adäquate Organisationsformen für die Vermarktungskette erkennen können.
Vermarktung: Vertikale Kooperationen
CO2-Zertifizierung
Eine weitere Möglichkeit, sich die Nachhaltigkeit seiner Betriebskonzeption bescheinigen zu lassen, ist die CO2-Zertifizierung.
Umweltverträglichkeit von Verpackungen
Fast alle in Deutschland an Endverbraucher vermarkteten Bioprodukte werden verpackt gehandelt. Die Verpackung schützt zum einen das Produkt, dient aber auch als Visitenkarte des Unternehmens. Nach dem Konsum des Produktes sind Verpackungen üblicherweise eins: Abfall. Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen sollten sich mit der Umweltverträglichkeit der von ihnen gewählten Verpackungen auseinandersetzen.
Umweltverträglichkeit von Verpackungen
Rationelle Energienutzung in Biobäckereien
Auch klein- und mittelständische Unternehmen haben Möglichkeiten, die Effizienz der von ihnen bezogenen Energie zu verbessern. Im folgenden Beitrag stellen wir Möglichkeiten der Optimierungen für Biobäckereien vor.
Letzte Aktualisierung: 04.03.2010


