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Lohas - die neue Zielgruppe für Bio-Premiumprodukte

 
Frau mit Einkaufswagen
© BLE / Dominic Menzler

Als Lohas (Lifestyle of Health and sustainability) wird eine Verbrauchergruppe bezeichnet, die auf einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil setzt. Die Bezeichnung kommt aus den USA und wird auch hierzulande immer häufiger gebraucht. Kennzeichnend für diese Verbraucher ist, dass sie mit ihrem Konsum sich selbst etwas Gutes tun wollen, ohne jedoch dabei Mensch und Natur zu schädigen. Gerechte Arbeitsbedingungen, ökologische Produktion und fairer Handel sind nur einige der Schlagworte, die für Lohas beim Konsum wichtig sind. Daneben werden hohe Ansprüche an die sensorische Qualität gestellt.

Mit sensorisch ansprechenden Produkten profilieren

Ethische Aspekte wie eine ökologische und sozial verträgliche Produktion sind im Bio-Landbau häufig bereits erfüllt. Hier hat der Bio-Landbau gegenüber der konventionellen Produktion einen klaren Vorsprung. Womit sich Bio-Verarbeiter noch weiter profilieren können, um die Lohas als Kundengruppe zu gewinnen, ist eine Verbesserung der sensorischen Qualität. Denn Bioprodukte sind in dieser Hinsicht nicht automatisch Premiumprodukte. Höchste sensorische Qualität kann zum Beispiel erreicht werden, indem Früchte und Gemüse erst geerntet und verarbeitet werden, wenn sie optimal ausgereift sind. Wenn man bei den Lohas punkten möchte, sollten beispielsweise Butterkekse wirklich nur mit Butter gemacht sein statt mit einem bisschen Butter und viel Palmfett - auch wenn diese Kombination bei "Butterkeksen" gesetzlich erlaubt ist.

Trinkschokolade und Schokoladenriegel auf Tablett angerichtet
© zotter Schokoladen Manufaktur

Erfolg mit exklusiver Schokolade

Dass man sich mit Bioprodukten, die sowohl ethische als auch qualitative Ansprüche bestens erfüllen, einen Markt erobern kann, macht die Erfolgsgeschichte eines Schokoladenherstellers aus Österreich deutlich - der Zotter Schokoladen Manufaktur. Hier werden die Bedürfnisse der Verbraucher nach einen authentischen Produkt mit einem Anspruch an Exklusivität, Bio-Rohstoffen und fairem Handel vereint. Der Kakao kommt von Kleinbauern und aus fairem Handel, die Herstellung verläuft nach Bio-Kriterien und auf handwerklich höchstem Niveau. Hinzu kommen Geschmacksvarianten, die selbst den verwöhnten Gourmet befriedigen.

Beispiele wie Zotter ließen sich etliche finden, aber am Markt scheint noch Platz für viel mehr Premiumhersteller zu sein. Nach der neuesten Veröffentlichung von AC Nielsen ist hier mit einem Bevölkerungsanteil von fast 30 Prozent Lohas ein enormer Wachstumsmarkt vorhanden.

Einführung von Premiumlinien

Wie man auch als Supermarktkette mit der Einführung einer Premiumlinie erfolgreich sein kann, machen Supermärkte in Großbritannien und der Schweiz vor. Deren Gourmetlinien sind bisher zwar mehrheitlich konventionell mit nur vereinzelten Bioprodukten, aber das Sortiment wurde in den letzten Jahren enorm ausgeweitet. Betrachtet man den starken Vormarsch der Lohas, die gesund und nachhaltig, aber genussbetont, konsumieren wollen, dann ist es verwunderlich, dass nicht schon mehr Hersteller für den Biofachhandel diesen Weg zum Biopremiumprodukt eingeschlagen haben.

Letzte Aktualisierung: 22.11.2011

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