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Zusatzinfos Verkauf - Kooperationsformen

 

Erzeugergemeinschaften stellen eine Übergangsform von der klassischen Direktvermarktung zum mehrstufigen Absatz dar. Einerseits werden direkt die Interessen der beteiligten Erzeuger verfolgt, andererseits nutzt die Erzeugergemeinschaft häufig klassische Handelsstrukturen.

Mehr Informationen finden Sie unter Vertikale Kooperationen

Für die Vermarktung hofeigener Milchprodukte kann ein derartiger Zusammenschluss Chancen bieten. Insbesondere unter schwierigen Absatzbedingungen, wie relativer Marktferne des Betriebes, eingeschränkter Produktpalette und hohem Konkurrenzdruck kann eine Kooperation positive Auswirkungen für alle Beteiligten haben. Persönlicher Einsatz und Kompromissbereitschaft sind jedoch unumgängliche Voraussetzungen, um eine langfristige Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Wichtige Ziele einer Erzeugergemeinschaft sind:

  • ein gemeinsames Auftreten am Markt mit einem zusammengefassten, vielseitigen Angebot unter einheitlichem Erscheinungsbild.
  • eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Produktion und Handel, indem letzterer in die Strukturen der Erzeugung mit einbezogen wird.
  • das Herausziehen aus dem allgemeinen Konkurrenzkampf, durch Sortiments- und Preisabsprachen, auf der Basis eines partnerschaftlichen Miteinanders statt Gegeneinanders.
  • eine vertrauenschaffende Vernetzung im regionalen Bezugsfeld, durch Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Warenflusses auf kurzen Absatzwegen.
  • die Realisierung fairer, existenzsichernder Erzeugerpreise sowie die Stabilisierung sozialer Strukturen durch überschaubare, arbeitsteilige Vermarktungseinrichtungen.
  • die Unterstützung marktferner Betriebe und die Förderung des ökologischen Landbaus durch die Schaffung geeigneter Vermarktungs- und Verarbeitungsstrukturen.

Letzte Aktualisierung: 22.11.2011

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