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Vertikale Kooperationen in der Öko-Vermarktungskette

 
Warenpräsentation

Das Produkt ist gut, die Zielgruppe ist vorhanden und der Markt entwickelt sich trotzdem nicht - ein typisches Problem im Ökomarkt. Ursache: Die Erschließung des Ökomarktes scheitert sehr häufig an organisatorischen, logistischen Problemen oder die Kosten für die Realisierung eines Vorhabens sind viel zu hoch für eine einzelne mittelständische Firma. In diesen Fällen sind Kooperationen oder "strategische Allianzen" in der Öko-Vermarktungskette ein häufig empfohlenes "Heilmittel". Aber allzu häufig sind Kooperationsvorhaben von der Erzeugergemeinschaft bis hin zum Regionalvermarktungsprojekt schon gescheitert. Deshalb gibt der Beitrag Hinweise auf analytische Werkzeuge, um die Situation richtig einzuschätzen. Die institutionenökonomische Analyse (siehe auch Definitionen und Anmerkungen) hilft, die richtige, das heißt problemadäquate Organisationsform in der Vermarktungskette besser zu erkennen.

 

Kooperation institutionell ausgestalten / Kooperation organisieren

Kooperation kann sehr verschieden ausgestaltet sein. Die möglichen Organisationsformen reichen von der mündlichen Abmachung bis hin zur Übernahme vor- oder nachgelagerter Stufen. Es empfiehlt sich so wenig Hierarchie also Unternehmensintegration wie nötig, so viel freie marktliche Koordination wie möglich zu wählen, um die Bürokratiekosten vertikaler Kooperation so gering wie möglich zu halten. Erzeugergemeinschaften stellen beispielsweise eine hierarchische Organisationsform dar, denn hierbei integrieren Landwirte gemeinsam die nächste Vermarktungsstufe. Auf entwickelten Produktmärkten wie dem Getreidemarkt müssen sie ihre Existenzberechtigung - und das heißt ihren Verwaltungsaufwand gegenüber freien Marktbeziehungen - mit besonderen nicht marktüblichen Zusatzleistungen in der Qualitätskontrolle, Warenbündelung, Anbauplanung etc. beweisen - sonst drohen sie langfristig in Kostennachteile gegenüber dem freien Erfassungshandel zu geraten.

Zusammenfassend ist die richtige Organisationsformwahl in der Vermarktungskette die Voraussetzung, um die Hemmnisse bei der Erschließung des Ökomarkt-Potenzials zu überwinden. Es ist dabei zu entscheiden, wie die Kooperation an den Schnittstellen der Vermarktungskette auszugestalten ist. Wie soll die Kooperation zwischen Hersteller und Handel, zwischen Hersteller und Vorlieferant, zwischen Vorlieferant und Landwirtschaft ausgestaltet werden. 

Letzte Aktualisierung: 22.11.2011

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