Rentabilitätsschwellen überwinden
Rentabilitätsschwellenprobleme beruhen auf der Nichtauslastung großer Technologien durch zu kleine Umsatzmengen. Bei den Technologien kann es sich auch um Know how, wie etwa Marketingfachwissen und Marketingorganisation handeln. Bei kleinen Umsatzmengen wären die Stückkosten so hoch, dass das Vorhaben unrentabel wäre. Einzelbetriebliche Technologie- und Skalenprobleme zwingen daher häufig dazu, eine Investition zu unterlassen. Als Alternative können sie in (horizontaler) Kooperation durchgeführt werden (zum Beispiel gemeinsame Investition in Erzeugergemeinschaften), oder externe Dienstleister übernehmen die Bündelungsaufgabe. Die Lohnverarbeitung birgt aber die Gefahr, opportunistisch ausgetauscht zu werden.
Durch Kooperation kann also die notwendige Umsatzschwelle für die Auslastung großer Spezialtechnologien überwunden werden. Beispielsweise können viele marketingbezogene Investitionen von einem einzelnen Landwirtschaftsbetrieb nicht ausgelastet werden, wie der Aufbau einer Regionalmarke. Außerdem können kleine Betriebe erst bei horizontaler Kooperation Technologiegrößen einsetzen, die Skalen- und Verbundvorteile ermöglichen und sie von den Kostenstrukturen konkurrenzfähig zu großen Herstellern machen.
Letzte Aktualisierung: 22.11.2011

