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Keine Suppe ohne Salz?

Salz ist nicht nur Natriumchlorid

Salz kann nicht nur auf den Bestandteil Natriumchlorid reduziert werden. Salz ist viel mehr. Entstanden sind Salzlagerstätten ursprünglich aus Urmeeren. Die Meersalze sind dem Salzgehalt unserer Körperflüssigkeiten sehr ähnlich. Letztlich wird die Entwicklung der Säugetiere und damit des Menschen auf Vorgänger aus dem Meer zurückgeführt. Meerwasser enthält über 80 Elemente. Die gleichen Elemente können in unserem Organismus nachgewiesen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass diese essentiellen Lebenselemente notwendig sind, um natürliche Gesundheit zu gewährleisten. Das natürlichste aller Salze ist also ein Gemisch verschiedener Mineralien mit dem Hauptanteil Natriumchlorid.

Der Wert des Salzes ist seit der Entdeckung seiner geschmacklichen Eigenschaften und seines Vorkommens zum Abbau ansehnlicher Konzentrationen so geschätzt worden, dass Kriege darum geführt wurden und auch in der Märchenwelt wird der Wert des Salzes über Gold und Edelsteine gestellt. Damals war das Salz je nach Herkunft bestimmt noch kein weißes Gold sondern eher grau und feucht.

Steinsalz, Siedesalz und Meersalz

Je nach Art der Gewinnung unterscheidet man heute Steinsalz, Siedesalz und Meersalz. Für heutige Zwecke in der konventionellen Verarbeitung wird eine reinweiße Raffinade geschätzt - meist Siedesalz. Es wird in mitteleuropäischen Salzlagerstätten mittels Wasser maschinell aus dem tiefen Boden gespült oder bergmännisch abgebaut. Diese Sole oder das Steinsalz werden gereinigt, konzentriert, getrocknet und mehrmals rein gewaschen. Zum Schluss hat man ein entsprechend reines Natriumchlorid hergestellt. Dies ist der Grundstoff vor allem für die chemische Industrie, die Natriumchlorid für verschiedene Synthesen benötigt.

Daneben ist das wenige Salz für die Lebensmittelherstellung eher ein Beiprodukt. Hier liegt vermutlich der wirtschaftliche Grund dafür, dass der ernährungsphysiologischen Zusammensetzung des Salzes bisher eher wenig Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Damit wird die Beigabe von Jod- und Fluorsalzen zum raffinierten Kochsalz als Aufwertung angesehen.

Grundsätzlich sollte die tägliche Zufuhr an Natriumchlorid ca. 2,5 g nicht unterschreiten, um die Verluste über die Nieren zu kompensieren und die lebensnotwendigen Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. In Deutschland werden im Durchschnitt zurzeit etwa 6-8 g Kochsalz pro Tag aufgenommen.

Letzte Aktualisierung: 22.11.2011

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