Bedenken gegen "energetische" Wasserbehandlung
Zahlreiche Hersteller behaupten, ihre Geräte seien so hergestellt, dass sie das Wasser mit "positiven Energien" informieren. Gibt es wirklich uneingeschränkt positive technische Maßnahmen?
Angenommen ein Gerät sei tatsächlich irgendwie wirksam. Woher ist bekannt, dass die Wirkung in jedem Falle positiv ist. Auffällig ist, dass die meisten Hersteller die Art der "Energetisierung" oder "Informationsbehandlung" geheimhalten. Ein eigenes Urteil, ob zumindest die Herstellungs- bzw. Behandlungsweise einleuchtet oder zusagt, ist damit verhindert.
Mangels besserer Modelle kann man vorläufig einmal annehmen, dass "energetisch" behandeltes Wasser auf ähnliche Weise wirke, wie hoch verdünnte Arzneien der Homöopathie. Bei homöopathischen Mitteln ist zwar der Wirkungsweg noch nicht ausreichend erforscht, jedoch ist die Herstellungsweise bekannt und es liegen Anwendungserfahrungen vor. Die Herstellungsweise ist schriftlich festgelegt und öffentlich zugänglich. Erfahrungen aus der homöopathischen Praxis sind vielfältig dokumentiert.
"Energetisch" behandeltes Trinkwasser gelangt über lange Zeit in den Körper. Eine unerkannte Nebenwirkung des Behandlungsprozesses wäre nicht belanglos. Grundsätzlich ist für jede Art der Wasser-Behandlung zu fordern, dass sie offengelegt wird. Offenlegung und Transparenz gewinnen bei der Lebensmittelherstellung an Bedeutung. Durch Information des Verbrauchers können gesundheitlich oder ethisch zu bevorzugende Erzeugungsweisen bekannt werden und sich die Marktverhältnisse verschieben. Auf Offenlegung und Transparenz sollte auch auf dem Wassersektor nicht verzichtet werden.
Letzte Aktualisierung: 22.11.2011
