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Öko-Weihnachtsbaum-Verkauf

Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel

externer Link folgtwww.weihnachtsbaumhof.de

Weitere Betriebe mit Weihnachtsbaum-Verkauf:

Sonnenhof
Jörg Winkler
Sonnenhofstr. 101
55743 Idar-Oberstein
Tel.: (0 67 84) 60 59
Fax: (0 67 84) 96 32

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Gut Braband
Ludger Brinkmann
58256 Ennepetal
Tel.: (0 23 33) 63 13 22
Fax: (0 23 33) 63 13 24
Email: info@gut-braband.de

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Alle Jahre wieder – Bio-Weihnachtsbäume

 
Weihnachtsbaumverkauf, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Die richtige Wahl - ein Ökoweihnachtsbaum
Foto: Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe

Woher der Weihnachtsmann kommt – darüber streiten wahlweise die Gelehrten oder die Kinder. Der Weihnachtsbaum – sofern es ein Bio-Weihnachtsbaum ist - kommt mit einiger Wahrscheinlichkeit aus dem Hochsauerland. Seit Generationen werden dort in vielen Orten Weihnachtsbäume kultiviert. So auch in Felbecke. Am Rand des malerisch gelegenen Dorfes im Hochsauerland liegt der Bio-Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel.

Seit 1957 werden auf dem Hof Christbäume angebaut und verkauft –ursprünglich als zusätzliches finanzielles Standbein wie für viele der damals meist kleinen Höfe mit Milchvieh, Schweinen und kleiner Feld- und Weidewirtschaft. Achtzehn Kühe werden gemolken, als Gerhard Schulte-Göbel im Jahr 1964 den elterlichen Betrieb übernimmt. Dazu kommt das Einkommen von Feriengästen – und der Verkauf von Weihnachtsbäumen, die auf einer kleinen Fläche kultiviert werden. Heute baut der Betrieb auf rund 22 Hektar Nordmanntannen, Blaufichten und Nobilis nach ökologischen Richtlinien an und darf sich Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau nennen, eine Auszeichnung für herausragende betriebliche Leistungen im Hinblick auf die Ökologische Landwirtschaft.

Am Anfang dieser Entwicklung stand die Frage "wachsen oder weichen?". Die Antwort war Spezialisierung: 1980 verlassen die Milchkühe den Hof, die Betriebsflächen werden nach und nach mit Weihnachtsbäumen bepflanzt und - damals noch konventionell - bewirtschaftet. Zeitgleich wird der Pensionsbetrieb ausgebaut. Periodisch auftretende Hauterkrankungen an Füßen und Beinen bringen Gerhard Schulte-Göbel Mitte der 90er Jahre zum Nachdenken über die Pestizide, die gegen Unkräuter und Schädlinge regelmäßig in den Baumbeständen ausgebracht werden – und auf die seine Haut reagiert. Er zieht die Konsequenz und stellt den Betrieb 1997 auf ökologische Bewirtschaftung um. Nach der Umstellung treten diese Hauterkrankungen nicht mehr auf.
 Seit 2002 bewirtschaften Gerhard Schulte-Göbel und sein Sohn Konrad Schulte-Göbel den Weihnachtsbaumhof gemeinsam mit klarer Arbeitsteilung: der Vater ist für die Baumkulturen verantwortlich, der Sohn organisiert die Vermarktung.

Mit Schafen gegen Unkraut

Schafe zwischen Weihnachtsbäumen, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Shropshire-Schafe interessieren sich nicht für die Nadelbäume solange sie genügend Gras finden
Foto: Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe

Auf dem Weihnachtsbaumhof wachsen Nordmanntannen, Blaufichten und Nobilis. Zehn Jahre beträgt die Kulturdauer. Damit die späteren Christbäume in dieser Zeit einen ansehnlichen vollen Wuchs bekommen, müssen Gräser und Wildkräuter niedrig gehalten werden. Beikräuter sind in den Bio-Weihnachtsbaumkulturen zwar ausdrücklich erwünscht, ihre Aufwuchshöhe muss aber kontrolliert und reguliert werden. Familie Schulte-Göbel setzt dabei auf vierbeinige Helfer: 30 Shropshire-Mutterschafe und ihre Lämmer beweiden die Weihnachtsbaumflächen und unterstützen so den ökologischen Pflanzenschutz. Damit die Schafe "aus Langeweile" nicht die Knospen der Bäume anfressen, werden frühzeitig von einer Fläche auf die nächste umgesetzt. Kräuter, Brennesseln, Disteln und sehr harte Gräser, die von den Schafen nicht gefressen werden, werden mit Balkenmäher und Sense gemäht. Mehrmals jährlich werden die Flächen mit Mulchmähern oder Motorsensen nachgemäht. Alle Flächen des Hofes sind deshalb mit Schafzäunen eingezäunt, die regelmäßig kontrolliert werden müssen. In der Winterzeit sind die Shropshire-Schafe nicht in den Baumkulturen, sondern in einer Feldscheune mit Weidegang.

Was ist…?

… das Shropshire-Schaf: eine alte Hausschafrasse, die ursprünglich aus dem Gebiet von Shropshire in England stammt, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus lokalen Schafrassen gezüchtet wurde und seit 1859 als Rasse anerkannt ist

… 1 Hektar: 10.000 Quadratmeter (zum Vergleich: ein Fußballfeld ist normalerweise 7100 Quadratmeter groß)

 
Bäumchen mit Beikraut, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Neuanpflanzung – hier muss jetzt von Hand durchgehackt werden
Foto: Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe

Nach dem Schlagen und Räumen der Bäume werden die meist ein bis zwei Hektar großen Flächen mit der Fräse bearbeitet, wobei die Baumwurzeln klein gehackt und eingearbeitet werden. Die Flächen bekommen eine Grundkalkung mit Kalkmergel. Im Frühjahr werden Nordmanntanne, Blaufichte und Edeltanne als dreijährige Setzlinge, die aus Ökobaumschulen stammen, im Abstand von 1 mal 1,20 Meter gesetzt. Für die Pflege der Kulturen werden Fahrgassen angelegt. Somit ergibt sich ein Pflanzenbestand von 7500 bis 8000 Bäumen pro Hektar. Im zeitigen Frühjahr, bevor das Wachstum richtig einsetzt, werden die Bäume gedüngt. Dies bewirkt eine schnelle Jungendentwicklung, besseren Nadelbesatz und somit ein schöneres Aussehen. Jeder Baum bekommt eine Handschaufel Bio-Handelsdünger. Insgesamt werden auf dem Betrieb Schulte-Göbel 150.000 bis 170.000 Bäume einzeln von Hand gedüngt – ein Drittel davon düngt "Seniorchef" Gerhard Schulte-Göbel selbst.

Mit Fingerspitzengefühl und Erfahrung

In den Monaten Mai und Juni, bevor das Längenwachstum beginnt, werden alle älteren Bäume kontrolliert und teilweise in ihrem Wachstum reguliert.

Weihnachtsbäume sollen auch im oberen Teil gleichmäßig und nicht zu licht gewachsen sein. Deshalb wird die Wachstumsgeschwindigkeit im oberen Teil der älteren Bäume gedrosselt. Konventionelle Betriebe setzen dafür chemisch-synthetische Wachstumsregulierer ein. Bei Schulte-Göbel wird der Zuwachs in einer 14-tägigen Zeitspanne unmittelbar vor dem Austrieb mit gezielten Rindenverletzungen reguliert. Dafür wird eine Spezialzange benutzt, die einer Rosenschere ähnelt. Deren zwei mal vier parallele Klingen erzeugen besonders flache Schnitte. Mit viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung beurteilt Gerhard Schulte-Göbel das Wachstum seiner Bäume und handhabt bei Bedarf die Zange – diese Arbeit ist Chefsache. Regelmäßig werden die Kulturen auch auf Schädlingsbefall, Fehlwuchs und Beikrautbesatz kontrolliert. Bei Schädlingsbefall – was selten vorkommt -, werden für den Ökolandbau zugelassene Behandlungsmittel auf Pflanzenbasis eingesetzt.

In den vergangenen drei Jahren gab es durch Spätfrost im Mai viel zusätzliche Arbeit: Ein Teil der jungen Triebe an den Nordmanntannen war erfroren, und Seniorchefin Sofia Schulte-Göbel war wochenlang damit beschäftigt, durch Beschneiden die Bäume wieder ansehnlich zu machen.

Weihnachtsbäume von besonderer Qualität

Weihnachtsbäume im Schnee, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Bio-Weihnachtsbäume im letzten Winter
Foto: Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe

Ab dem achten Kulturjahr werden die größten Bäume entnommen. Die meisten Weihnachtsbäume sind jedoch neun oder zehn Jahre alt, wenn sie geschlagen werden. Der Einschlag beginnt jedes Jahr ab Mitte November, wobei sich der Sägetermin an den Mondphasen orientiert. Die Schulte-Göbels haben viele langjährige Stammkunden: Direktvermarkter, Hofläden, Wiederverkäufer sowie Vereine, Gruppen, Schulen und Kindergärten. Der weitaus größte Teil der verkauften Bäume geht an Wiederverkäufer in ganz Deutschland, darunter viele Bio-Betriebe, die ihre Angebotspalette zu Weihnachten damit erweitern und seit mehr als zehn Jahren Kunden für diese besondere Weihnachtsbaum-Qualität gefunden haben. Viele Verbraucher - vor allem Familien mit kleinen Kindern - wollen in ihren Wohnräumen lieber biologisch erzeugte Bäume aufstellen.

Schon im Sommer – lange vor Weihnachten – werden die Wiederverkaufskunden angeschrieben. Die Bestellungen gehen größtenteils schon bis zum Herbst ein; die Kunden wissen, dass die Baummenge pro Jahr begrenzt ist und spätere Bestellungen möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden können. Verkauft werden jährlich ca. 10.000 Bäume, je nach Vorhandensein der gefragten Qualitäten. Die Bäume für Großkunden werden von den Betriebsleitern ausgewählt und markiert. Weniger schön gewachsene Bäume werden als Schnittgrün vermarktet, das ebenfalls von Großkunden nachgefragt wird. Ab 100 Stück werden die eingenetzten Bäume auf Wunsch direkt beim Kunden angeliefert.

Dafür steht die Marke "Weihnachtsbaumhof"

  • Weihnachtsbäume in erstklassiger Qualität umweltschonend erzeugt,
  • nach EG-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau kontrolliert und zertifiziert,
  • durch Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschut,
  • Kulturpflege durch Beweidung mit Shropshire-Schafen bzw. Ausmähen,
  • Sägetermin an den Mondphasen orientiert
Hofeingang, Klick führt zu Großansicht im neuen Fenster
Hinein in die warme Weihnachtsscheune
Foto: Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe

Für Privatkunden ist an den letzten zwei Wochenenden im Advent eine besondere Aktion geboten: das Weihnachtsbaumselberschlagen. Familien und Gruppen aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometern kommen, um sich ihren Weihnachtsbaum selbst aussuchen und eigenhändig absägen. Auf dem Trecker-Planwagen-Gespann, dem "Waldexpress", geht es in die Baumkulturen. Sägen werden vom Weihnachtsbaumhof zur Verfügung gestellt, der ausgesuchte Baum wird für den handlichen Transport im Auto oder Bus kostenlos eingenetzt. Nach der erfolgreichen "Ernte" gibt es in der rustikalen Weihnachtsscheune von Sofia Schulte-Göbel Erbsensuppe, Würstchen, Holzhauerkaffee, Glühwein und einen gemütlichen Holzofen zum Aufwärmen - ein erlebnisreicher Wintertag für Familien, Gruppen, Vereine und Firmen.

Spaß und Erholung im Sauerland

Aber nicht nur vor Weihnachten können Besucher bei Schulte-Göbels viel erleben: Das Landhaus Schulte-Göbel in Schmallenberg – geführt von Markus und Renate Schulte-Göbel - bietet Bauernhofurlaub im Sauerland mit Reiten, Spielplatz und saisonalen Aktionswochen. Auch zum Skifahren ist man im Sauerland an der richtigen Adresse.

Während andere den Winterspaß genießen, ist auf dem Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel Hochsaison: in den Monaten November und Dezember werden die Weihnachtsbäume geschlagen und verkauft. Für den Betrieb, die beiden Chefs, die Senior-Chefin und die Saisonmitarbeiter fällt in dieser Zeit mit Abstand die meiste Arbeit an. Erst am Heiligabend, wenn die Bio-Weihnachtsbäume in festlich geschmückten Wohnzimmern überall in Deutschland von strahlenden Kinderaugen und leckeren Düften umgeben sind, ist auch auf dem Weihnachtsbaumhof in Felbecke "Stille Nacht"…

Wer den Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel besuchen oder das Sauerland kennen lernen möchte, ist jederzeit dazu eingeladen:

Adressen:

Weihnachtsbaumhof Schulte-Göbel
Gerhard Schulte-Göbel
Hauptstr. 21
57392 Schmallenberg-Felbecke
Tel. 02972- 4068
E-Mail: info@weihnachtsbaumhof.de

Landhaus Schulte-Göbel
Selkentrop 14
57392 Schmallenberg-Selkentrop
Tel. 02972-6750


Autorin: Juliane Löwen

Letzte Aktualisierung: 10.12.2010

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