Weine im Park – eine Verkostung der besonderen Art
Weinprobe auf Schlossgut Hohenbeilstein
„Die Liebe zum Wein ist für mich untrennbar verbunden mit der Liebe zur Natur“, dieser Satz zieht sich wie ein roter Faden durch die Welt von Bio-Winzer und Demonstrationsbetriebsleiter Hartmann Dippon. Und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Philosophie auch am Sonntag, dem 10. Juni 2006, über der Veranstaltung im Park des Schlossguts Hohenbeilstein steht. Das Weingut am Rande des Schwäbisch-Fränkischen Waldes zeigt sich an dem wunderbaren Sonnentag von seiner besten Seite. Dort erleben die Besucher von „Weine im Park“ eine Degustation der besonderen Art. Die Veranstaltungsreihe wurde bereits 2005 erfolgreich durchgeführt und findet 2006 an insgesamt vier Samstagen statt.

- Schloss Hohenbeilstein: idyllisch gelegen mitten in den Weinbergen
(c) Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe
Die nächsten Termine von „Weine im Park“
Weinprobe mit ca. 30 Weinen und Verkauf im Park des Schlossguts Hohenbeilstein (bei schlechtem Wetter im Weinkeller), jeweils samstags: 1. Juli, 5. August und 16. September 2006, von 12 bis 17 Uhr, Kosten: 10 Euro pro Person; Gruppen ab 6 Personen bitte vorher anmelden.
Wo wir uns finden, wohl unter Linden …
Der mächtige Burgfried „Langhans“ weist den Weg zum Schlossgut Hohenbeilstein. Im malerischen Park ist um 12 Uhr alles festlich angerichtet:

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An einer weiß gedeckten Tafel präsentiert Familie Dippon 30 verschiedene Rot- und Weißweine, die nach Naturland-Richtlinien hergestellt werden. Die alten Linden- und Kastanienbäume, die der Weingutsgründer Robert Vollmöller um 1900 gepflanzt hat, spenden den Gästen heute wohltuenden Schatten.

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Bei einem Glas Wein können die Schlossbesucher den Ausblick auf die Weinberge genießen oder einen Spaziergang durch den Weinberg „Schlosswengert“ unternehmen. Während der Führung auf dem Weinlehrpfad im Musterweinberg informiert der Betriebsleiter über die Besonderheiten des ökologischen Landbaus, über Weinbau und Naturschutz sowie die regionale Weinbaugeschichte.

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Der Winzer stellt verschiedene Rebsorten vor, darunter auch die neu gezüchteten pilzwiderstandsfähigen. Auf Informationstafeln gibt es Erklärungen sowie Hinweise auf besondere Pflanzen im Weinberg, wie die Orchidee „Bleiches Waldvöglein“.
Bei „Weine im Park“ und allen anderen Veranstaltungen in Hohenbeilstein erleben die Gäste, dass die Dippons Winzer aus Leidenschaft sind. Beim Weinbau auf dem Schlossgut schauen sie auf eine lange Geschichte zurück und sind jederzeit offen dafür, innovative Wege zur gehen. Hier stellen wir Ihnen das Weingut näher vor:
Die Dippons in Hohenbeilstein
Das Schlossgut ist untrennbar mit dem Namen der Familie Dippon verbunden. Eberhard Dippon erwarb das reizvolle Anwesen 1959. Sein Sohn Hartmann übernahm den Betrieb 1991 und stellte ihn bis 1994 vollständig auf ökologischen Landbau nach Naturland-Richtlinien um.

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Seit 2002 ist das Gut einer von zwölf Weinbaubetrieben im Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau. Bei der Leitung des Betriebs wird Hartmann Dippon (auf dem Bild: 3. von rechts) tatkräftig von seiner Familie (auf dem Bild: 4. von rechts: Ehefrau Antje Dippon ) unterstützt. Auf der ständigen Suche nach der richtigen Mischung zwischen Tradition und Innovation beweist der Weinbauer aus Leidenschaft eine glückliche Hand.
Weinbau mit Tradition und Sorgfalt
Seit der Römerzeit werden an den Südhängen des Burgbergs Weinreben angepflanzt. Trockenmauern, Staffeln und Wasserfurchen gehören zu der über Jahrtausende gewachsenen Kulturlandschaft am Hohenbeilsteiner Schlossberg. Auf 14 Hektar zum Teil terrassierter Weinberge wachsen heute erstklassige Weine.

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„Wir sehen den ökologischen Weinbau als Verpflichtung gegenüber der Schöpfung und unseren Kindern“, erklärt Hartmann Dippon. „Guter Wein kommt aus einer intakten Landschaft. Und große Weine entstehen, wenn das Potenzial eines gesunden Ökosystems optimal genutzt wird.“

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Im Hohenbeilsteiner Schlosswengert herrscht biologische Vielfalt. Der Weinberg ist Lebensraum für unzählige Arten von Wildkräutern, Insekten und Kleintieren. Verschiedene Nützlinge schränken die Ausbreitung von Schädlingen ein. Selbst hergestellter Kompost ersetzt den Kunstdünger. Zur Pflanzenstärkung werden Gesteinsmehle, Pflanzenauszüge und Tonmineralien verwendet.
Cuvée „Mathilde“ und andere edle Tropfen
Die Hohenbeilsteiner Rebstöcke bringen charaktervolle und individuelle Weine hervor. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise sprechen für das stetige Qualitätsstreben des Schlossguts.

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Das aktuelle Sortiment ist überwiegend klassisch schwäbisch. Sowohl das Sortenspektrum als auch der Weinausbau orientieren sich an den regionalen Vorlieben. Neben den im Edelstahltank ausgebauten, fruchtbetonten Trollingern, Lembergern oder Muskattrollingern sind die Holzfass-Rotweine Hartmann Dippons ganzer Stolz. Der Winzer legt die kräftigen Roten nach der klassischen Maischegärung ins Holzfass, das die Atmung und charaktervolle Reife der Weine unterstützt. Daneben gehört die Cuvée „Mathilde“ zu Dippons Favoriten, in dem „die Frische und Fruchtigkeit des Rieslings von einer feinen, runden Fülle des Weißburgunders harmonisch abgerundet werden.“ Der Wein wurde nach der früheren Schlossbewohnerin Mathilde Vollmöller-Purrmann, Künstlerin und Tochter des Weingutgründers, benannt.
Die Zukunft im Blick
Hartmann Dippon arbeitet nach dem Motto „Ererbtes bewahren und neue Wege gehen“. So entwickelt er beispielsweise den Anbau pilzwiderstandsfähiger Rebsorten, so genannter Piwis, immer weiter. Die weiße Piwi-Rebsorte Johanniter und der tiefrote Regent haben sich schon seit einigen Jahren im Weinberg bewährt und sind bei den Kunden sehr beliebt. Neu sind die Piwis vom Cabernet- und Sauvignon blanc-Typ.

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„Eine Neuerung muss Sinn machen, für die Kunden und für mich“, so Hartmann Dippon. „Dank der Piwis genießen unsere Kunden interessante neue Geschmacksnuancen und wir haben weniger Arbeit im Weinberg durch den geringeren Aufwand im Pflanzenschutz.“
Eine weitere Innovation im Schlossgut Hohenbeilstein ist der edle Glasverschluss. Hat der gute alte Kork ausgedient? Die Vorteile scheinen beeindruckend: kein Korkgeschmack, Geruchs- und Geschmacksneutralität, einfaches Öffnen und dichtes Wiederverschließen, längere Frische bei fruchtigen Weinen sowie die Recyclingfähigkeit.
Ohne Kommunikation geht es nicht

- (c) Schlossgut Hohenbeilstein
Winzer Hartmann Dippon liebt das Gespräch mit seinen Kunden, Partnern und Kollegen. Mit seinem großen Wissens- und Erfahrungsschatz steht er fachkundig Rede und Antwort und weicht keiner Frage aus, etwa nach Zusatzstoffen im Wein oder Problemen wie dem Umgang mit unerwünschten Hefen bei der Holzfasslagerung.
Da Qualität das oberste Prinzip des Schlossguts ist, gehört es zum Spitzenverband Deutschlands bester Weingüter „Die Prädikatsweingüter, VDP “. Hartmann Dippon freut sich besonders über die Anerkennung und das Interesse aus dem Kreis konventionell arbeitender Kollegen. Seine Öko-Weine haben ihren festen Platz unter den deutschen Spitzenweinen und im „Gault Millau Wein Guide Deutschland 2006“.
Veröffentlicht: 2006, Kontaktdaten aktualisiert

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Kontakt und Wegbeschreibung
Ansprechpartner und Kontakt
Schloßgut HohenbeilsteinSchloßstr. 40
71717 Beilstein Tel.: (0 70 62) 9 37 11-0, Fax: (0 70 62) 9 37 11-22
info@schlossgut-hohenbeilstein.de
www.schlossgut-hohenbeilstein.de
Wegbeschreibung
Auf der Autobahn A81 zwischen Würzburg und Stuttgart bis Abfahrt Ilsfeld. Von Ilsfeld kommend fahren Sie in Beilstein die 2 Straße (Langhansstraße) links ab. Nach ca. 500 Metern finden Sie uns unterhalb der Burg in der Schlossstr. 40.
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Letzte Aktualisierung: 13.03.2009

