Gut Hirschaue
Ökologische Wildtierhaltung
Der Familienbetrieb Gut Hirschaue wurde 1992 gegründet und von Beginn an ökologisch bewirtschaftet. Im Mittelpunkt steht die Produktion von hochwertigem Wildfleisch auf einem ertragsbegrenzenden Ackerlandstandort.
Das Besondere ist die Nutzung der 185 Hektar Gehegefläche mit wechselnder Beweidung durch die Wildwiederkäuer Dam-, Rot- und Muffelwild, gefolgt vom Weideumbruch durch die "Märkischen Sattelschweine", einer Kreuzung der alten Nutztierrasse Deutsches Sattelschwein mit Wildschwein. Es werden nur so viele Wildwiederkäuer auf der Gehegefläche gehalten, wie über das ganze Jahr von dieser ernährt werden können.
Heute ist das Gut Hirschaue ein Verbund dreier landwirtschaftlicher Betriebe mit einem Gewerbebetrieb, der Hoffleischerei, Hofladen und Restaurant betreibt. Sämtliche Tiere des Gutes können so stressfrei in ihrer natürlichen Umgebung geschossen und in der Fleischerei direkt weiterverarbeitet werden. Lange Tiertransporte zum nächsten Großschlachthof entfallen. Durch diese dezentralen Strukturen wurden zudem Arbeitsplätze in der ländlichen Region geschaffen.
Die zur Gehegestrukturierung angepflanzten einheimischen Gehölze und das Anlegen vieler Biotope ließen um das Gut Hirschaue eine parkähnliche Landschaft entstehen. Ausgeschilderte Wege um die Gehege mit erhöht errichteten Aussichtsplätzen ermöglichen den Besuchern ungestörte Natur- und Tierbeobachtungen. Geführte Wanderungen direkt durchs Gehege finden jeden Sonntag um 10.00 Uhr statt, für Gruppen auch individuell nach Absprache.
Für sein besonderes Engagement wurde dem Gut Hirschaue der
Förderpreis Ökologischer Landbau 2008 vom BMELV verliehen. Seine in den täglichen Produktionsablauf integrierten Naturschutzleistungen wurden außerdem mit dem "Naturschutzpreis 2008" der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg gewürdigt.
Zahlen – Daten – Fakten
Arbeitskräfte
Drei Familienarbeitskräfte, sechs Mitarbeiter, zwei Saisonkräfte und zwei Auszubildende
Standort
- Höhenlage: 65 Meter über NN
- Durchschnittliche Jahresniederschläge: 472 mm
- Durchschnittliche Ackerzahl: 28 - 30
- Bodenart: sandig- lehmige Braunerden
Betriebsfläche
- Landwirtschaftlich genutzte Fläche: 563 Hektar
- Ackerfläche: 545 Hektar
- Dauergrünland: 18 Hektar
- Wald: zwei Hektar
Fruchtfolge
erstes bis viertes Jahr: Luzerne oder Kleegrasmischung, fünftes Jahr: Mais, sechstes Jahr: Getreide-Leguminosengemenge oder Direktansaat von Luzerne oder Kleegrasmischung
Tierhaltung
- ca. 800 Damhirsche, ca. 250 Rothirsche, ca. 100 Mufflons,
- ca. 250 Mastschweine pro Jahr: Märkische Sattelschweine (Wildschwein x Deutsches Sattelschwein),
- ca. 20 Zuchtsauen (Deutsches Sattelschwein und Kreuzung),
- ein Wildschweinkeiler
Haltungsform
Ganzjährige Weidehaltung für Rot- und Damwild, Mufflons sowie Mastschweine auf Umtriebsweiden; Sauen mit Frischlingen während der Säugezeit in Stallhaltung mit Auslauf
Fütterung
Wild: Weidefutter, in vegetationsarmer Zeit Rauhfutter von der Gehegefläche , Schweine: wirtschaftseigenes Futter (geschrotetes Getreide-Leguminosen-Gemenge)
Öffnungszeiten
- Hofladen: Donnerstag/Freitag 13.00 bis 18.00 Uhr; Samstag u. Sonntag 10.00 bis 15.00 Uhr
- Märkte:
- Berlin, Domäne Dahlem: zu Themenmärkten
- Berlin/Gropiuspassagen: Oktober bis April freitags 10.00 bis 17.00 Uhr
- Gaststätte: Mittwoch bis Freitag 11.00 bis 15.30 Uhr, Samstag und Sonntag 11.00 18.00 Uhr
Anbauverband
Kontakt und Wegbeschreibung
Ansprechpartner und Kontakt
Gut HirschaueHenrik und Michael Staar
An der Hirschaue 2
15848 Rietz-Neuendorf Tel.: (0 33 66) 26 037, Fax: (0 33 66) 15 27 89
Wegbeschreibung
Anfahrt mit dem PKW: Auf der A12 von Berlin Richtung Frankfurt (Oder) – Abfahrt "Fürstenwalde-Ost" Richtung Beeskow. In Groß-Rietz rechts nach Birkholz, vor dem Ortsschild Birkholz rechts ab zum Gut Hirschaue.
Anfahrt mit der Bahn: Von Berlin Schöneweide oder Frankfurt (Oder) mit der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft - Linie OE36 - bis nach Buckow (bei Beeskow). Vom Bahnhof sind es noch etwa 3 km auf gut ausgebauten Wander- und Radwegen bis zum Hofladen und Restaurant. Der Weg führt direkt an den Gehegeflächen vorbei.
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Letzte Aktualisierung: 19.01.2012


