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Sarah Wiener Stiftung kürt den "Bio-Hof des Jahres"
21.01.2012
Der NaturErlebnisHof Hausen im Wipfratal bei Erfurt ist "Bio-Hof des Jahres 2011". Die Sarah Wiener Stiftung prämiert mit diesem Titel einen der Biobauernhöfe, den die Stiftung im Rahmen des Projektes "Öko-Landbau zum Anfassen" mit Kindern besucht hat. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).
Sarah Wiener, der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser (BMELV) und Corinna Dahmen (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, BLE) zeichneten die Betriebsleiter des NaturErlebnisHofs Hausen, Christina Peters und Ralf Demmerle im Rahmen der Internationalen Grünen Woche aus.
Der NaturErlebnisHof Hausen wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sarah Wiener Stiftung unter 28 besuchten Bauernhöfen zum Sieger gekürt. Die Auswahl erfolgte anhand eines zuvor festgelegten Kriterienkatalogs. Den Ausschlag für die Wahl des NaturErlebnisHofs Hausen gaben unter anderem das außerordentliche Engagement des Betreiber-Ehepaars und die besondere Güte des pädagogischen Programms. Der NaturErlebnisHof Hausen gehört auch zum Netzwerk Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau.
Hintergrund
Ziel der Fahrten zu den Biobauernhöfen der Sarah Wiener Stiftung ist es, den Zusammenhang zwischen Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung darzustellen. Bei den Ausflügen erleben die überwiegend urban geprägten Kinder - meist aus sozialen Brennpunktschulen - wie Lebensmittel erzeugt werden, was eine vielfältige, biodiverse (ökologische) Landwirtschaft ausmacht, was ein gesunder, fruchtbarer Boden ist, wie Brot gebacken wird, wie Tiere artgerecht gehalten werden und vieles mehr.
Bei der Auswahl des "Bio-Hof des Jahres 2011" stand dieser Aspekt im Mittelpunkt: Welche Höfe waren in der Lage, diesen Zusammenhang besonders anschaulich, eindrucksvoll und nachhaltig für die beteiligten Kinder zu vermitteln?
Der NaturErlebnisHof Hausen erfüllt hier in beeindruckender Weise alle Kriterien, die die Sarah Wiener Stiftung für die Bewertung einer Hoffahrt entwickelt hat:
- Beteiligungsorientierung: Die Kinder werden aktiv in die Arbeit auf dem Hof einbezogen, so dass sie direkt erfahren können, wie Lebensmittel erzeugt werden (zum Beispiel Programm "Vom Stall zur Bratwurst", in dem die Kinder jeden einzelnen Schritt von der Fleischvorbereitung bis zur fertigen Bratwurst selbst durchführen).
- Verknüpfung von Theorie und Praxis: Theoretisches Wissen beispielsweise zur Ernährung wird fast beiläufig in den einzelnen Arbeitsgruppen vermittelt (zum Beispiel beim Brötchenbacken). Die gemeinsame Arbeit, Beobachtung und Reflektion greift so stark ineinander, dass zu keinem Zeitpunkt der Eindruck von "Unterricht" entsteht. Die Kinder entwickeln im Laufe dieses Prozesses selbst Fragen, die dann gemeinsam beantwortet werden.
- Anschaulichkeit: Themen wie ökologischer Landbau, artgerechte Tierhaltung, Naturschutz werden sehr anschaulich vermittelt. Auf eine "klassische" Führung wird verzichtet. Die Kinder erschließen sich alle relevanten Fragen während des eigenen Tuns.
- Direkter Kontakt zu den Tieren: Die Tiere des Hofs können beobachtet, gefüttert, angefasst, gestreichelt werden. Besonders eindrucksvoll für die Kinder sind hier die mächtigen Wasserbüffel.
Weitere Informationen zum Hof finden Sie auf der Internetseite des NaturErlebnisHof Hausen oder auf der Internetseite der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau.
Alle Informationen und Fotos finden Sie auch auf der Internetseite der Sarah Wiener Stiftung.
Quelle: Pressemitteilung der Sarah Wiener Stiftung
