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Marken-Produkte in Bio-Qualität

Markenartikler gewinnen mit Bio-Produkten neue Kunden

Bio-Siegel; Klick auf das Bild führt zur vergrößerten Ansicht im neuen Fenster
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Was das Bio-Siegel erst möglich gemacht hat, wird von den Markenartiklern im konventionellen Handel zunehmend genutzt. Immer häufiger erkennt der Kunde im Supermarkt an der Aufmachung seines geschätzten Markenartikels eine kleine Veränderung: das neu aufgebrachte Bio-Siegel. Es signalisiert ihm verlässlich, dass dieses Produkt entsprechend der EG-Öko-Verordnung (EG-Öko-VO) aus biologisch erzeugten Rohstoffen und nur mit laut EG-Öko-VO zugelassenen Zusatzstoffen hergestellt wurde.

Auch haben viele große Handelsketten als so genannte Eigenmarke eine Bio-Linie eingeführt, deren Produkte das Bio-Siegel tragen. Während diese Bio-Sortimente vor noch gar nicht allzu langer Zeit unter so fantasievollen Namen wie "Füllhorn" oder "Gute und gerne" eingeführt wurden, werden sie heute teilweise unter dem Eigennamen der jeweiligen Handelskette angeboten, z.B. "Rewe Bio".

 
Bio-Schokoladensortiment der Firma Ritter; Klick auf das Bild führt zur vergrößerten Ansicht im neuen Fenster
(c) Alfred Ritter GmbH & Co. KG,Waldenbuch; Klick auf das Bild führt zur vergrößerten Ansicht im neuen Fenster

Sowohl die Handelsketten als auch die großen Markenartikler, darunter z.B. Maggi und Köllnflocken, haben erkannt, dass Bio gut fürs Image und inzwischen noch besser fürs Geschäft ist. Selbst absolute Markenklassiker wie "Ritter Sport Schokolade"oder "Flensburger Pils" gibt es heute nebeneinander in Bio- und "Nicht-Bio"-Qualität.

Ergebnisse des Ökobarometers 2008

Zu dieser Entwicklung passt die Meldung des aktuellen Ökobarometers der Emnid-Marktforscher. Demnach glauben zwar sehr viele Konsumenten, dass reine Bio-Betriebe und die Bio-Läden zuverlässiger und vertrauenswürdiger in Sachen Bio sind – aber gekauft wird Bio von eben diesen Verbrauchern zunehmend im Lebensmitteleinzelhandel oder beim Discounter.

Weitere Informationen in der Oekolandbau.de-Nachricht vom 14.11.2008: externer Link folgtÖko-Barometer 2008

"Mit Bio in Markenqualität werden die Verbraucher dort abgeholt, wo sie sind. Durch die Kombination von Bio und Marke gelingt der Imagewandel: Weg vom Körner- und Verzichtsimage hin zum Lifestyle-Image". So einfach stellt sich eine Unternehmensberatung die neue Bio-Welt und deren Kunden also vor.

Es scheint demnach unter den mit dem Bio-Siegel ausgezeichneten Marken und Produkten zwei große Richtungen zu geben. Die eine, die schon lange nichts mehr mit "Körner- und Verzichtsimage" zu tun hat, sich aber seit den Gründerjahren vor nunmehr fast 30 Jahren nicht nur um den ökologischen Landbau verdient gemacht hat. Sie hat viel mehr das Werteumfeld von Bio im Fokus. Hier spielen neben Bio auch weitere Faktoren, wie Regionalität und Nachhaltigkeit, faire und soziale Lebens- und Arbeitsbedingungen und neuerdings auch Klimaneutralität, eine gewichtige Rolle. Während es der anderen Richtung – auch sie erfüllt mit kontrollierter Sicherheit die Auflagen des Bio-Siegels – in der Sprache der schon oben zitieren Unternehmensberatung letztendlich darum geht, mit Bio "in gesättigten Märkten Marktanteile zu gewinnen".

Sie als Verbraucherin, als Verbraucher, sind mal wieder gefragt: Und Sie können mit dem Kauf von Bio-Siegel-Produkten im Laden entscheiden, ob Sie in Sachen Bio den großen Marken und Handelsketten oder den  ökologischen "Überzeugungstätern" vertrauen. Verdient haben sie das Bio-Siegel beide.

 

Letzte Aktualisierung: 26.11.2008

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