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Molke

Süß- und Sauermolke

Bei der Molkeherstellung
Was hier aus dem Tuch abfließt, ist Molke.
(c) BLE, Bonn

In der Antike galt Molke als wertvolles Heil- und Schönheitsmittel. Die Neuzeit dagegen kannte sie lange nur als "Abfallprodukt" der Käseherstellung, verwendbar allenfalls als Tierfutter. Mit der Renaissance der Naturmedizin wird sie seit einigen Jahren wieder populär.

Ihr großes Plus ist die Milchsäure, die für eine gesunde Bakterienbesiedlung im Darm sorgt und den Stoffwechsel fördert. Deshalb wird Molke sowohl in Naturkostläden und Reformhäusern als auch in Apotheken, Drogerien und Supermärkten als Kurmittel bzw. Fastengetränk angeboten. Wegen ihrer hautfreundlichen Wirkung ist Molke auch Bestandteil mancher Biokosmetik-Produkte.

Molke entsteht durch die Gerinnung der Eiweißbestandteile in der Milch bei der Käseherstellung. Je nach Art der Gerinnung bildet sich dabei Sauer- oder Süßmolke.

Ohne Milchsäurebakterien geht nichts

Werden der Milch Milchsäurebakterien zugesetzt (saure Milchgerinnung), entsteht Sauermolke. Gerinnt das Milcheiweiß durch zugesetztes Lab-Ferment (süße Milchgerinnung), entsteht Süßmolke. Süßmolke muss innerhalb weniger Stunden weiterverarbeitet werden, sonst verdirbt sie. Dies stößt bei kleinen Bio-Molkereien mitunter auf logistische Probleme, und das Angebot kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten. So kommt es, dass Biomolke eher noch eine Rarität ist.

Teilweise gibt es flüssige Molke pur im Tetrapak, dann wurde sie lediglich pasteurisiert. Als Kurmittel aber gibt es sie vor allem in Granulatform - zum Selbstanrühren mit Wasser. Für die Herstellung von Molkedrinks werden Frucht- oder Aromastoffe zugesetzt, denn der Geschmack purer Molke ist nicht jedermanns Sache.

 

Letzte Aktualisierung: 09.12.2011

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