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Beikost-Produkte

Qualität löffelweise

Produktion von Baby-Brei
Für die Produktion von Baby-Nahrung gelten strenge Vorschriften.
(c) BLE

Säfte schon im vierten Monat? Breie frühestens nach einem halben Jahr? Die Experten sind sich nicht immer einig. Zum Glück, denn so hat jedes Baby die Chance, sein persönliches Startsignal zu geben. Deutlicher Hunger kurz nach dem Stillen, unruhiger Schlaf und ein handgreiflich geäußertes Interesse am Essen der Erwachsenen sind eindeutige Zeichen. Dann kann Beikost allmählich in kleinen Mengen eingeführt werden, während das Kind weiter gestillt wird. Erst kommen löffelweise einzelne Gemüsearten, dann Gemüse mit Kartoffeln, etwas später Obst, Getreide, ab und zu Fleisch oder Ei hinzu. Gleichzeitig braucht das Baby auch mehr Flüssigkeit, am besten Wasser oder ungesüßten Tee.

Nach der externer Link folgtDiät-Verordnung gelten besonders strenge Auflagen für Babynahrung. Gefordert sind zwischen hundert- und tausendfach niedrigere Grenzwerte für Rückstände aus Pflanzenschutzmitteln als für sonstige Lebensmittel. Diese Hürde schaffen Produkte aus konventionellem Anbau kaum. Deswegen finden sogar bei konventionellen Herstellern von Gläschenkost und Breien immer mehr Biorohstoffe Verwendung.

Vom Karottenbrei zum Baby-Menü

Kleinkind füttert Baby
"Nachhilfe" beim Löffeln können auch Geschwister erteilen.
(c): Achtner-Theiß

Löffeln will gelernt sein. Babys, die Beikost brauchen, sind meist schon um die sechs Monate alt und greifen gerne selbst zu. Ein großer Latz und etwas elterliche Geduld sind Voraussetzungen für den Erfolg. Und wenn mal Hilfe gefragt ist, erweisen sich "große" Geschwister als hervorragende Lehrmeister.

Auch die Gewöhnung an die verschiedenen Geschmackseindrücke braucht Zeit. Als gut verträglich gelten allgemein Möhren, Kürbis, Pastinaken und Schwarzwurzeln. Blumenkohl und Brokkoli kommen auch in Frage, wenn das Baby nicht zu Blähungen neigt. Ernährungswissenschaftler empfehlen aber, zunächst immer nur eine Gemüsesorte zuzufüttern, allenfalls mit Kartoffeln gemischt. Dadurch kann das Allergie-Risiko vermindert werden.

Wenn das Kind keine Unverträglichkeiten zeigt, können auch Mischungen serviert werden. Zwei- bis dreimal pro Woche kommt Fleisch dazu.

Es ist aber auch möglich, ein Baby vegetarisch zu ernähren, wenn man bewusst eisenhaltige Gemüse- und Getreidesorten auswählt. Zu den eisenreichen pflanzlichen Lebensmitteln zählen vor allem Vollkorngetreide (beispielweise Hafer- und Hirseflocken) und Gemüse (Rote Bete und Spinat). Pflanzliches Eisen ist für den menschlichen Organismus schwerer zu verwerten als tierisches. Vitamin C kann die Eisenverwertung jedoch erheblich verbessern. Ergänzen Sie deshalb die Mahlzeiten Ihres Kindes mit Vitamin-C-reichem Gemüse oder Obst, beispielsweise mit Äpfeln oder Birnen.

Milch-Getreide-Breie

Er gilt als die Babykost schlechthin: Süßer Brei aus Milch und Weizengrieß. Doch Vorsicht! Weizen und Kuhmilch können - allzu früh gegeben - Allergien und Unverträglichkeiten hervorrufen. Ernährungswissenschaftler empfehlen, glutenhaltige Getreide wie Weizen und Hafer bis zum vollendeten achten Lebensmonat zu meiden. Eine Alternative sind Reis- oder Hirseflocken. Kuhmilch sollte im ersten Lebensjahr grundsätzlich mit Wasser verdünnt werden, da ihr Eiweißgehalt zu hoch ist. Zucker setzt man besser ganz sparsam ein.

In Deutschland regelt die Diätverordnung die optimale Zusammensetzung der Nährstoffe in Lebensmitteln für die Säuglingsernährung. Unberücksichtigt bleibt aber, dass viele Fertig-Breie überwiegend aus stark verarbeiteten Rohstoffen wie Milchpulver und ausgemahlenen Getreidemehlen bestehen. Einige Produkte sind zwar als "zuckerfrei" ausgelobt, doch häufig sind sie stattdessen mit Fructose (Fruchtzucker) oder Glucose (Traubenzucker) gesüßt.

Weit mehr zu empfehlen sind die Getreide-Zubereitungen der Naturkost-Hersteller. Sie werden in den meisten Bio-Läden, aber auch in vielen Drogeriemärkten und Reformhäusern angeboten werden. Sie enthalten aufgeschlossene, leicht verdauliche Vollkorn-Getreideflocken und sind entweder ungesüßt oder erhalten ihre Süße durch Trockenfrüchte. Die Getreideflocken können sowohl mit Wasser als auch mit Soja-, Reis-, Stuten- oder Kuhmilch angerührt werden können.

 

Letzte Aktualisierung: 09.12.2011

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