Beikost selber zubereiten?
Warum die Wahl auf Bioprodukte fallen sollte

- Obst aus Bio-Anbau kann man beruhigt mit Schale essen.
(c) BLE, Bonn; Foto: D. Menzler
Ist die hausgemachte Kost nicht besser fürs Baby? Leider nicht immer. Denn die Hersteller von Biobabykost legen nicht allein Wert auf Rohstoffe aus dem Ökolandbau. Sie kontrollieren die Zutaten neben dem Nitratgehalt auch auf die Belastung durch Schwermetalle und eventuelle Rückstände. Sie verarbeiten nur erntefrische Ware und wenden Garmethoden an, die einen Vitaminverlust so gering wie möglich halten. Solche Bedingungen lassen sich im eigenen Haushalt oft nur schwer erzielen.
Wer die Beikost für sein Baby trotzdem selber herstellen möchte, sollte die Zutaten sorgfältig auswählen. Biogemüse ist - wie Vergleichstests immer wieder bestätigen- im Durchschnitt deutlich weniger nitrathaltig als konventionell erzeugtes. Diese Eigenschaft ist besonders wichtig bei Babykost. Nitrat kann sich im Verdauungsstrakt zu giftigem Nitrit umwandeln, auf das Babys mit der lebensbedrohenden Blausucht reagieren. Bei Biogemüse kommt es mitunter auch zu höheren Werten, was unter anderem mit der Bodenbeschaffenheit zu tun hat. Deshalb sollte, wer sein Kind selbst bekocht, die "Nitrat-Sammler" meiden. Das sind vor allem Spinat, Mangold und Rote Bete.
Sinnvoll ist das Selbermachen, wenn ein Lebensmittel zum Verzehr nicht erhitzt werden muss. Dazu eignet sich zum Beispiel frisches Obst. Ein geriebener Apfel oder eine gemuste Birne sind gute Alternativen zu gekauften Obstgläschen. Die sind eine praktische Lösung für unterwegs oder wenn es mal schnell gehen muss.
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011
