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Artgerechte Tierhaltung

Guter Geschmack braucht Zeit

Schwarzes Angus-Rind
Angus-Rinder eignen sich besonders gut für die ökologische Rinderhaltung.
(c) BLE, Bonn; Foto: T. Stephan

Im biologischen Landbau werden die Tiere artgerecht gehalten. Jedes Tier hat ein Recht auf Platz, Licht und frische Luft. Käfighaltung für Geflügel ist ebenso untersagt wie Vollspaltenböden bei der Rinder-, Schaf- und Schweinehaltung.

Außerdem werden die Tiere bedarfsgerecht und ihrem Entwicklungsstand entsprechend ernährt. Deshalb nehmen sie langsamer zu und müssen länger gemästet werden. Doch das ist gut für den Geschmack, denn die artgerechte Fütterung und die Muskelaktivität der Tiere erhöhen den Anteil an intramuskulärem Fett. Das sind kleine Fettäderchen, die das Muskelfleisch durchziehen, ihm eine typische Marmorierung verleihen und es zart und saftig machen.

Biobauern setzen bei der Mast auf Tierrassen, die ein besonders schmackhaftes Fleisch liefern und sich gut für die ökologische Haltung eignen. Dazu gehören das Schwäbisch-Hällische Schwein oder Angus-Rinder. Ein weiterer Vorteil dieser Tiere ist, dass sie nicht so anfällig gegen Krankheiten sind wie Rassen, die auf schnellen Fleischzuwachs gezüchtet werden. Das macht die vorbeugende Gabe von Medikamenten überflüssig, die sowieso gemäß den Vorgaben der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau und der Ökoanbauverbände verboten ist.

Kurze Transportwege zum Schlachthof ersparen den Tieren Stress und verhindern so, dass das Stresshormon Adrenalin ins Fleisch übergeht.

Zur Vertiefung

Biotiere stellen sich vor

Artenvielfalt fördern – Gefährdete Nutztierrasssen erhalten

Der Anbauverband Bioland informiert in seiner Reihe "Biotiere stellen sich vor" umfassend über Haltung, Fütterung und die Besonderheiten der Tiere auf ökologisch wirtschaftenden Betrieben.

Weitere Informationen auf der externer Link folgtBioland-Homepage

Symbiotische Landwirtschaft: Halb so viel, aber doppelt so gut!

"Fleisch muss wieder kostbar und wertvoll werden. Lieber halb so viel, aber doppelt so gut!" – mit diesem Grundgedanken hat Karl Ludwig Schweisfurth, Metzgermeister und Gründer der Herrmannsdorfer Landwerkstätten, die "Symbiotische Landwirtschaft" entwickelt. Das erprobte Konzept zur handwerklichen Erzeugung von Lebensmitteln höchster Qualität dient dem Erhalt kleinbäuerlicher Strukturen und ist durch einen achtsamen Umgang mit den Tieren bis zum Tod und darüber hinaus gekennzeichnet.

externer Link folgtwww.tierisch-gut-leben.info

 

Letzte Aktualisierung: 09.09.2011

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