Gemüse
Appetit auf Salat, Gemüse oder Hülsenfrüchte?

- Zum Reinbeißen frisch: Bio-Gemüse der Saison
(c) BLE, Bonn
Weiß, gelb, grün, rot und violett - Gemüse sorgt für Farbe auf dem Teller. Diese natürlichen Farbstoffe sind nicht nur appetitlich anzusehen. Sie transportieren auch einen großen Teil der sogenannten sekundären Pflanzenstoffe - diese tragen dazu bei, dass unsere Immunabwehr gestärkt wird und wir gegen Infektionen gewappnet sind. Hinzu kommt, dass Gemüse aller Art voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente steckt.
Vor diesem Hintergrund läuft seit dem Jahr 2000 die Kampagne "5 am Tag" - eine Aktion, die das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, weitere Gesundheitsorganisationen und verschiedene Handelspartner unterstützen. "5 am Tag" ermuntert alle dazu, mehr Obst und Gemüse zu essen - am besten fünf Portionen über den Tag verteilt. Weitere Informationen auf der Internetseite der Kampagn:
Internetseite der Kampagne.
Der Kaloriengehalt der meisten Gemüsearten ist übrigens gering, teilweise sogar minimal. Und wer auf Bioqualität achtet, muss sich um Belastungen, zum Beispiel durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel oder hohe Nitratwerte, keine Sorgen machen.
So vielfältig die Farben sind, so vielfältig sind auch die Arten. Es gibt die zahllosen Kohlsorten, die Wurzelgemüse wie Radi und Möhre, die Blattgemüse wie Spinat und Chicorée. Manches bringt man als Rohkost, anderes besser gedünstet auf den Tisch. Insbesondere die Früchte der Schmetterlingsblütler (zum Beispiel Erbsen und Bohnen) sind nur gegart genießbar. Wegen ihres hohen Gehalts an Kohlenhydraten und Eiweiß rechnet man sie ohnehin nicht zu den eigentlichen Gemüsen, sondern bezeichnet sie als Hülsenfrücht
Biogemüse bedeutet: Bio von Anfang an
Nicht nur die Aufzucht, auch das Saatgut unterliegt strengen Kontrollen. Nach Möglichkeit stammen die Samen von biologisch gezogenen Pflanzen. Nur wenn ein Biobauer in seiner Region nicht genügend Biosaatgut bekommen kann, darf er konventionelle Samen zukaufen. Die allerdings dürfen weder gentechnisch verändert noch chemisch gebeizt sein.
Dem biologischen Landbau ist es zu verdanken, dass viele vergessene Gemüsearten, wie der Portulak oder die Schwarzwurzel, heute wieder vermehrt angeboten werden. Die strenge, auf Massenertrag ausgerichtete Zuchtwahl in der industriellen Landwirtschaft hatte sie in den vergangenen Jahrzehnten fast vollständig verdrängt. Wer Biogemüse günstig einkaufen will, richtet sich am besten nach der Saison, in der die einzelnen Arten regional angeboten werden.
Mehr zu diesem Thema in den Unterkapiteln
Frühlingsgemüse
Sommergemüse
Herbstgemüse
Wintergemüse
Hülsenfrüchte
Vergessene Gemüsearten
Letzte Aktualisierung: 09.12.2011
